Langeweile raubt die Lebenskraft?

Chronische Langeweile macht krank! Stellen Sie sich einen hochentwickelten Rennwagen vor, dessen Motor für Höchstgeschwindigkeiten und dynamische Kurven konstruiert wurde. Wird dieses Fahrzeug jahrelang ausschließlich in einer engen Garage geparkt und im Leerlauf stehen gelassen, nimmt es paradoxerweise genauso Schaden, als würde man es ununterbrochen überhitzen. Die Reifen werden spröde, die Flüssigkeiten verharzen, das System verkümmert. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft blicken wir fast ausschließlich auf jene Menschen, die im rasenden Tempo des Alltags kurz vor dem Überhitzen stehen. Sinnstiftende Arbeit für Lebenskraft Das Phänomen Burnout ist allgegenwärtig. Doch in der psychotherapeutischen Praxis begegnen uns immer häufiger Klientinnen und Klienten, deren System durch das exakte Gegenteil blockiert wird: durch chronische Unterforderung, gähnende Leere und das schmerzhafte Gefühl, am Arbeitsplatz unsichtbar zu sein. Viele Betroffene kommen mit dem verständlichen Wunsch zu uns, diese quälende Apathie doch bitte schnell „wegzumachen“, um im Alltag wieder reibungslos und ohne inneren Widerstand zu funktionieren. Sie plagen sich mit Schamgefühlen, weil sie glauben, ihr Zustand sei bloße Faulheit. Doch die menschliche Psyche leidet unter dem Stillstand oft noch massiver als unter der Bewegung. Reframing des Symptoms Das Phänomen Boreout wird im privaten und beruflichen Umfeld fälschlicherweise oft als „Jammern auf hohem Niveau“ abgetan. Wer fürs Nichtstun bezahlt wird, so das oberflächliche Klischee, müsse doch glücklich sein. In der Realität ist die Kombination aus chronischer Unterforderung, gähnender Langeweile und der permanenten Notwendigkeit, Beschäftigung vorzutäuschen, ein tiefgreifender Krankheitsfaktor. Boreout als seelischer Notruf Symptome wie bleierne Müdigkeit, depressive Verstimmungen, ausgeprägte Selbstzweifel oder körperliche Beschwerden wie Kopf- und Magenschmerzen sind keine Anzeichen von Trägheit oder persönlichen Defekten. Sie sind hochfunktionale Notsignale Ihrer Psyche. Sie zeigen unmissverständlich an, dass Ihr Potenzial brachliegt, Ihre Werte mit Füßen getreten werden und Ihr Leben in einer künstlichen Warteschleife feststeckt. Das Symptom ist kein Schaden, den man stummschalten sollte – es ist der dringende Beweis, dass Ihre Seele nach Sinn hungert. Die therapeutische Haltung In der Existenzanalyse betrachten wir ein Boreout als eine akute Form des „existenziellen Vakuums“ – einen Zustand, in dem dem eigenen Handeln die spürbare Bedeutung fehlt. Unsere therapeutische Haltung basiert dabei auf einer unerschütterlichen, entlastenden Gewissheit: Der innerste, gesunde Kern Ihrer Person bleibt immer intakt. Auch wenn Sie sich nach Monaten oder Jahren der Unterforderung taub, mutlos und völlig antriebslos fühlen, ist Ihre Lebenskraft nicht verschwunden. Sie ist lediglich unter einer dicken Schicht aus Frustration erstarrt. Die Erstarrung auflösen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten arbeiten hier nicht als Mechaniker, die ein mangelhaftes Rädchen neu justieren, um Sie wieder passend für ein sinnentleertes System zu machen. Wir verstehen uns als verlässliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf Augenhöhe. Gemeinsam reparieren wir nichts an Ihnen, sondern legen diesen lebendigen, gesunden Kern behutsam wieder frei. Aktivierung und Ausblick Der Weg aus dem Boreout führt nicht über passive Anpassung, sondern über die mutige Reaktivierung Ihrer Selbstwirksamkeit. Viktor Frankl prägte den wegweisenden Gedanken, dass wir nicht das Leben fragen können, was es uns gibt, sondern dass das Leben uns Fragen stellt, auf die wir antworten müssen. Psychotherapie bietet Ihnen den geschützten, bewertungsfreien Raum für diese gemeinsame Entdeckungsreise und einen authentischen Neubeginn. Aufgaben leben, die Sie „meinen“ Sie sind der lähmenden Situation nicht hilflos ausgeliefert. Gemeinsam mobilisieren wir Ihre verborgenen Ressourcen und erforschen, welche Werte, Interessen und Aufgaben Sie im Tiefsten berühren, was Sie in dieser Welt im wahrsten Sinne des Wortes „meint“. Indem Sie lernen, Ihre eigenen Bedürfnisse wieder ernst zu nehmen und Ihre Gestaltungsspielräume aktiv zu nutzen, verwandelt sich die Wüste der Unterforderung Schritt für Schritt in ein selbstbestimmtes, sinnerfülltes Leben.

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Sinn, Erschöpfung

Das Diktat des Dauerlächelns?

Permanentes Glück als Trugschluss? Blättert man durch soziale Netzwerke oder liest moderne Ratgeberliteratur, begegnet einem fast ununterbrochen ein ungeschriebenes Gesetz: Good vibes only. Uns wird suggeriert, dass wir mit der richtigen Einstellung, täglichen Affirmationen und eiserner Zuversicht jedes emotionale Tief im Keim ersticken können. Diese Tyrannei der permanenten Optimierung führt in der psychotherapeutischen Praxis zu einer ganz spezifischen Erwartungshaltung. Den Druck von der Seele nehmen Viele Klientinnen und Klienten kommen mit dem verständlichen Wunsch zu uns, schmerzhafte Gefühle, Trauer oder Wut so schnell wie möglich „wegzureparieren“. Sie wollen im Alltag wieder fehlerfrei funktionieren und plagen sich mit massiven Schuldgefühlen, weil sie sich trotz aller Bemühungen einfach nicht glücklich fühlen. Doch die menschliche Seele ist kein digitaler Feed, den man mit einem bunten Filter dauerhaft aufhellen kann. Das Leben verlangt nach mehr als einer polierten Fassade. Erlaubte Dunkelheit Der Versuch, Trauer, Angst, Scham oder Erschöpfung durch erzwungenen Optimismus stummzuschalten, ist kein Zeichen von mentaler Stärke, sondern ein massiver Raubbau an der eigenen Psyche. Diese sogenannten negativen Emotionen sind keine Defekte in einem ansonsten perfekt laufenden System. Sie sind im Gegenteil hochfunktionale Signale. „Negative“ Gefühle sind Wegweiser Wenn Sie sich traurig, wütend oder innerlich leer fühlen, zeigt Ihr innerer Kompass Ihnen präzise an, dass eine persönliche Grenze verletzt wurde, ein Verlust betrauert werden muss oder ein aktueller Lebensumstand nicht mehr stimmig ist. Schmerzhafte Gefühle einfach wegzudrücken, löst die zugrundeliegenden Konflikte nicht – es nimmt uns lediglich die Chance, zu verstehen, was uns für ein gelingendes Dasein wirklich fehlt. Sinn statt Dauerglück In der Existenzanalyse nach Viktor Frankl gehen wir von einer zutiefst befreienden Prämisse aus: Ein erfülltes Leben bedeutet nicht, ununterbrochen glücklich zu sein. Es bedeutet, ein sinnvolles Leben zu führen. Glück ist kein Dauerzustand, den man mechanisch erzwingen kann, sondern ein Begleiteffekt von gelebtem Sinn und innerer Stimmigkeit. Sich jenseits der Fassade spüren Als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten arbeiten wir mit der festen Gewissheit, dass Ihr innerster, geistiger Kern immer gesund und vollkommen intakt bleibt. Ganz egal, wie grau oder schwer der Nebel des Lebens gerade über Ihnen liegt. Wir sind keine Mechaniker, die Sie wieder auf ein künstliches Dauerlächeln programmieren. Wir verstehen uns als verlässliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf Augenhöhe. Gemeinsam reparieren wir nichts an Ihnen, sondern legen den Raum frei, in dem auch die schweren Facetten des Daseins Platz haben dürfen, um darin eine authentische Antwort auf das Leben zu finden. Authentisch sein Sich selbst zu erlauben, unglücklich, traurig oder überfordert zu sein, ist der erste, radikale Schritt zurück in die eigene Selbstwirksamkeit. Es befreit Sie aus der Rolle des passiven Erdulders einer perfekten, aber leblosen Fassade. Psychotherapie bietet Ihnen den geschützten Raum für einen echten, authentischen Neubeginn. Hin zum mutigen Gestalten Auf dieser gemeinsamen Entdeckungsreise lernen Sie, Ihre inneren Ressourcen neu zu ordnen und Ihr Leben nicht mehr nach den starren Mustern einer erzwungenen Positivität auszurichten, sondern nach Ihren tatsächlichen Werten. Sie müssen das Schwere nicht weglächeln. Sie dürfen lernen, es anzunehmen und aktiv zu gestalten. Das nimmt den lähmenden Druck von der Seele und ebnet den Weg zu einer tiefen, echten Lebensqualität, die auch den Stürmen des Alltags standhält.

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Erwartungen, Sinn

Der Feierabend schweigt oft laut?

Konfrontiert mit innerer Leere? Freitagabend, 17 Uhr: Der Laptop wird zugeklappt, das Arbeits-Smartphone stummgeschaltet. Endlich Wochenende! Die Tage, nach denen wir uns die gesamte Arbeitswoche über sehnlichst gesehnt haben, liegen nun endlich vor uns. Doch statt der erwarteten tiefen Erholung schleicht sich am Samstagabend oder Sonntagvormittag bei vielen Menschen eine seltsame, ungemütliche Unruhe ein. Plötzlich fühlt sich die freie Zeit nicht nach Freiheit an, sondern nach einer drückenden, unerträglichen Last. Das Wochenende wieder mit Sinn füllen In dieser plötzlichen Stille bricht sich ein diffuses Gefühl von Leere, Sinnlosigkeit oder eine subtile Angst die Bahn. In der psychotherapeutischen Praxis begegnet uns dieser Zustand erstaunlich oft. Patientinnen und Patienten kommen meist mit dem verständlichen Wunsch zu uns, dieses unangenehme Gefühl am Wochenende doch bitte einfach schnell „wegzumachen“, um endlich wieder reibungslos zu funktionieren und die freie Zeit effizient für die Regeneration zu nutzen. Doch die menschliche Psyche lässt sich nicht wie eine Maschine per Knopfdruck in den Entspannungsmodus versetzen. Reframing des Symptoms Der Wiener Neurologe und Psychiater Viktor E. Frankl prägte für dieses Phänomen bereits vor Jahrzehnten den Begriff der „Sonntagsneurose“. Sie beschreibt jene innere Leere, die genau dann spürbar wird, wenn der chronische Stress, das Tempo und die permanenten Ablenkungen des Arbeitsalltags plötzlich von uns abfallen. Solange wir von To-do-Listen, Deadlines und Verpflichtungen durch die Woche gepeitscht werden, bleibt schlichtweg keine Zeit, um innezuhalten. Das bloße Funktionieren übertönt das Sein. Ein gesunder Wegweiser Die Unruhe oder die Traurigkeit am Sonntag ist jedoch kein psychischer Defekt und kein Zeichen dafür, dass mit Ihnen etwas nicht stimmt. Sie ist ein hochfunktionales Signal. Die Stille des Wochenendes wirkt wie ein klarer Spiegel, der schonungslos aufdeckt, dass im Alltag persönliche Grenzen überschritten wurden oder das Leben nicht mehr in Stimmigkeit mit den eigenen Werten verläuft. Das Symptom ist kein Schaden, den es stummzuschalten gilt, sondern ein unmissverständlicher Wegweiser, der Ihnen anzeigt: Es fehlt an gelebtem Sinn. Die therapeutische Haltung In der Existenzanalyse betrachten wir die Sonntagsneurose keineswegs als eine unheilbare Erkrankung, die man mit starren therapeutischen Techniken mechanisch reparieren müsste. Als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verstehen wir uns nicht als Mechaniker, sondern als verlässliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf Augenhöhe. Unsere grundlegende Haltung basiert auf der tiefen Gewissheit, dass der innerste, gesunde Kern Ihrer Person immer vollkommen intakt und unzerstörbar bleibt. Auch wenn er am Wochenende von Ohnmachtsgefühlen, Angst oder einer lähmenden Leere überlagert wird. Stille wieder entdecken In der Therapie geht es daher nicht darum, Sie schnell wieder passend für das nächste Hamsterrad zu machen. Gemeinsam nutzen wir die freie Zeit nicht als Fluchtort vor der Realität, sondern als geschützten Raum der Begegnung, um diesen gesunden Kern freizulegen und herauszufinden, was Ihr Leben abseits der beruflichen Leistung wirklich trägt. Aktivierung und Ausblick Die Konfrontation mit der Sonntagsneurose erfordert Mut, bietet jedoch die wertvolle Chance für einen authentischen Neubeginn. Anstatt vor der inneren Leere in den nächsten Konsum, exzessiven Sport oder die Vorarbeit für die kommende Woche zu flüchten, lädt die Therapie Klientinnen und Klienten dazu ein, eine aktive Gestaltungsrolle zu übernehmen. Sie sind Ihrem inneren Vakuum nicht passiv ausgeliefert. Aktives Gestalten erdulden Auf dieser gemeinsamen Entdeckungsreise lernen Sie, Ihre verborgenen Ressourcen neu zu mobilisieren und den freien Raum des Wochenendes bewusst mit Inhalten zu füllen, die für Sie einen echten, persönlichen Wert besitzen. Das kann eine vertiefte Beziehung, ein kreatives Schaffen oder einfach das achtsame, bewertungsfreie Verweilen im Moment sein. So verwandelt sich das Wochenende schrittweise von einer gefürchteten Belastungsprobe in eine Quelle echter Lebensqualität und gelebter Selbstwirksamkeit.

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Erwartungen, Sinn

Nahe (Bildschirm) Distanz?

Der Bildschirm bietet Schutz! Ob Homeoffice, digitale Teammeetings oder das schnelle Videotelefonat mit Freundinnen und Freunden – unser Alltag hat sich in den letzten Jahren rasant in den virtuellen Raum verlagert. Es spart Zeit, ist maximal flexibel und passt sich mühelos jedem Terminkalender an. Angesichts dieser digitalen Effizienz blickt manch eine Patientin oder ein Patient mit einer klaren Erwartungshaltung auf die Psychotherapie. Echte Präsenz mit tiefer Resonanz Kann man die seelischen Baustellen nicht einfach auch schnell per Mausklick „reparieren“ lassen, ohne den Weg in die Praxis auf sich nehmen zu müssen? Der Wunsch, den therapeutischen Prozess unkompliziert und pragmatisch in ein vollgepacktes Leben zu integrieren, ist absolut verständlich. Doch eine therapeutische Sitzung ist kein gewöhnliches Business-Meeting. Wenn es um die tiefen Fragen unseres Lebens geht, verändert das Medium den Raum. Es lohnt sich, genauer hinzusehen, wann digitale Distanz ein Segen ist und wann das physische Gegenüber unersetzlich wird. Die Sehnsucht nach Distanz Manche Hürden auf dem Weg in eine psychotherapeutische Praxis sind nicht geografischer Natur, sondern seelischer. Wenn Klientinnen und Klienten unter massiven Ängsten, tiefen Schamgefühlen, Panikattacken oder einer lähmenden depressiven Erschöpfung leiden, kann schon der bloße Gedanke an den Weg vor die Haustür eine unüberwindbare Barriere darstellen. In solchen Momenten ist die Bevorzugung einer Online-Sitzung kein Zeichen von Bequemlichkeit oder ein Defekt in der Motivation. Ein heilsamer Schutzschild Im Gegenteil. Die digitale Distanz fungiert hier als hochfunktionales Schutzschild der Psyche. Der eigene, sichere Raum zu Hause ermöglicht es, überhaupt erst einen Fuß in die therapeutische Tür zu bekommen. Der Bildschirm schafft eine kontrollierbare Distanz, die paradoxerweise erst die Nähe zulässt, die es braucht, um über schmerzhafte Themen zu sprechen. Online-Therapie ist hier kein Notbehelf, sondern eine wertvolle Brücke, die Isolation überwindet. Die existentielle Resonanz In der Existenzanalyse gehen wir davon aus, dass der tiefste, gesunde Kern des Menschen immer intakt bleibt – völlig unabhängig davon, ob wir über Pixel kommunizieren oder uns physisch gegenübertreffen. Und dennoch kennt die Existenzanalyse eine wesentliche Dimension: die leibliche Präsenz und die echte Begegnung. Wenn Sie mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten im selben Raum sitzen, teilt sich weit mehr mit als nur das gesprochene Wort. Das gemeinsame Schweigen, das sanfte Atmen im Raum, die unbewusste Körpersprache und die geteilte Atmosphäre entfalten eine ganz eigene Resonanz. Die Couch atmet eine andere Tiefe Im physischen Raum gibt es keine „Ablenkung durch den eigenen Monitor“, keinen plötzlichen Verbindungsabbruch und keine digitale Flachheit. Manche existentielle Erfahrungen, wie das gemeinsame Aushalten von tiefer Trauer oder der Moment, in dem man sich im Blick des anderen bedingungslos angenommen fühlt, brauchen oft die physische Verankerung des Raumes, um sich ganz entfalten zu können. Den eigenen Raum wählen Die Frage „Online oder Couch?“ ist daher kein Entweder-oder, sondern ein dynamischer Gestaltungsraum für Ihre Selbstwirksamkeit. Therapie bedeutet bei uns nicht, ein starres Format passiv zu erdulden, sondern aktiv zu wählen, was Sie in Ihrer aktuellen Lebensphase für Ihr inneres Wachstum wirklich brauchen. Sie haben die Freiheit, Formate zu kombinieren. Bewusste Beziehungs­gestaltung wählen Vielleicht beginnen Sie online, um in einem Moment akuter Erschöpfung Kraft zu sparen und Barrieren abzubauen, und wechseln später auf die Couch, um die heilsame Kraft der physischen Präsenz für Ihren authentischen Neubeginn zu nutzen. Am Ende ist nicht die Technologie entscheidend, sondern Ihre Bereitschaft, sich auf die gemeinsame Entdeckungsreise einzulassen. Sie bestimmen das Tempo und den Rahmen, auf dem Weg zu einem stimmigen und selbstbestimmten Leben.

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Erschöpfung, Depression

Das Fundament der Heilung ist Beziehung!

Beziehung ist entscheidend! Wenn wir eine Bergsteigerin oder einen Bergführer für eine anspruchsvolle Expedition auswählen, studieren wir im Vorfeld vielleicht akribisch deren Zertifikate und Ausbildungen. Doch im selben Moment, in dem wir am Seil mitten in der steilen Felswand hängen, zählt plötzlich etwas völlig anderes: Vertrauen. Wir müssen uns menschlich sicher, verstanden und gehalten fühlen. Überraschenderweise gehen viele Patientinnen und Patienten bei der Suche nach einer Psychotherapie zunächst rein rational vor. Wichtiger als jede Methode Sie wälzen komplexe Fachbegriffe, vergleichen theoretische Schulen und suchen nach der einen „perfekten Technik“, die ihre Probleme rasch und schmerzlos repariert. Der Wunsch, durch eine rein methodische Herangehensweise im Alltag schnell wieder voll zu „funktionieren“, ist zutiefst verständlich. Doch die weltweite Psychotherapieforschung zeigt seit Jahrzehnten ein eindeutiges, wissenschaftlich belegtes Bild: Es ist nicht die theoretische Schule, die primär über den Heilungserfolg entscheidet, sondern die menschliche Chemie zwischen Therapeutin oder Therapeut und der Person auf dem gegenüberliegenden Sessel. Reframing des Symptoms Wenn wir im Erstgespräch eine leise Unsicherheit spüren oder uns insgeheim fragen, ob wir uns diesem fremden Menschen wirklich ganz öffnen können, wird das oft als störende Blockade oder gar als eigenes Defizit missverstanden. Man denkt: „Ich bin einfach zu misstrauisch“ oder „Ich kann mich nicht richtig darauf einlassen“. Doch dieses Zögern oder Abwägen ist kein Symptom mangelnder Kooperationsbereitschaft. Das Bauchgefühl als präziser innerer Wegweiser In der Existenzanalyse verstehen wir Ihr Bauchgefühl als eine hochfunktionale, gesunde Resonanzfähigkeit Ihres gesamten Wesens. Es ist ein vitales Signal Ihres inneren Systems, das eigenständig prüft, ob der angebotene Raum sicher genug ist, um verletzliche Seiten schützend freizugeben. Dieses „Ausprobieren“ des Gegenübers im Erstgespräch ist kein lästiges Hindernis, sondern ein wertvoller Schutzmechanismus. Wenn die Chemie nicht sofort stimmt, ist das kein Fehler an Ihnen. Es zeigt lediglich, dass dieser spezifische Resonanzraum noch nicht der richtige für Ihre seelischen Themen ist. Die therapeutische Haltung Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Erwartung, eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut müsse wie eine Art seelischer Mechaniker mit dem passenden Werkzeugkasten (der Methode) hantieren, um ein defektes Rädchen im System wieder geradezurichten. In der Existenzanalyse arbeiten wir mit einer gänzlich anderen, zutiefst wertschätzenden Haltung: Der innerste, gesunde Kern des Menschen bleibt immer unzerstörbar und intakt, ganz gleich, wie schwer die aktuelle Krise, die Angst oder die Depression auch wiegen mag. Echte Begegnung statt Reparatur­auftrag Eine therapeutische Methode ist niemals ein Allheilmittel, das einer passiven Person übergestülpt wird. Sie ist lediglich das stützende Geländer. Die eigentliche Heilung geschieht in der echten, unverfälschten Begegnung von Mensch zu Mensch. Wir Therapeutinnen und Therapeuten sind keine allwissenden Experten, die ein starres Programm abspulen, sondern verlässliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf Augenhöhe. Erst in einem von echtem Vertrauen getragenen Beziehungsraum kann sich Ihr gesunder Kern wieder frei entfalten. Aktiv gestalten Das Erstgespräch ist kein einseitiges Prüfungsverfahren, dem Sie sich als Bittsteller passiv unterziehen müssen. Im Gegenteil: Es ist Ihr persönlicher, freier Raum zum Erkunden. Sie dürfen und sollen Ihre Therapeutin oder Ihren Therapeuten ganz bewusst „ausprobieren“. Zu spüren, dass Sie die absolute Freiheit haben, „Ja“ oder „Nein“ zu dieser spezifischen menschlichen Verbindung zu sagen, ist der allererste, fundamentale Schritt zurück in Ihre eigene Selbstwirksamkeit. Der erste Schritt zur Selbstwirksamkeit Therapie bedeutet nicht, eine Behandlung über sich ergehen zu lassen, sondern eine gemeinsame Entdeckungsreise aktiv mitzugestalten. Wenn Sie im Erstgespräch ein echtes Geführtsein und ein tiefes Gefühl von Stimmigkeit erleben, legt dieses tragfähige Fundament die Basis für einen authentischen Neubeginn. Vertrauen ist kein glücklicher Zufall, sondern der bewusst gewählte Anfang eines gelingenden Wachstumsprozesses.

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Therapiebeginn, Vertrauen

Ein Kompass für verirrte Seelen?

Logotherapie ist kein Sprech­training! Wenn jemand erzählt, dass er oder sie eine „Logotherapie“ macht, erntet die Person nicht selten ein verständnisvolles Nicken, gefolgt von der Frage: „Ah, hast du Probleme mit den Stimmbändern oder beim Lispeln?“ Dieses sprachliche Missverständnis ist ein echter Klassiker in der psychotherapeutischen Praxis. Doch während die Logopädie ein medizinisches Sprech-, Sprach- und Schlucktraining ist, bewegt sich die Logotherapie auf einer völlig anderen Ebene. Sie ist eine weltweit anerkannte, tiefenpsychologisch fundierte Richtung der Psychotherapie, die von dem Wiener Neurologen und Psychiater Viktor E. Frankl begründet wurde. Sinnsuche ordnet unser Leben Das altgriechische Wort „Logos“ bedeutet in diesem Kontext nämlich nicht „Wort“ oder „Sprechstunde“, sondern steht für den inneren „Sinn“. In einer Zeit, in der wir im Alltag oft nur noch reibungslos funktionieren müssen und uns zwischen all den To-do-Listen manchmal selbst verlieren, sehnen sich immer mehr Patientinnen und Patienten nach einem verlässlichen Navigationssystem für ihr Leben. Das existenzielle Vakuum Viele Klientinnen und Klienten kommen in die Praxis, weil sie ein diffuses Gefühl der Sinnlosigkeit, Frustration oder eine lähmende innere Leere spüren – oft trotz äußerem Erfolg, einem guten Job und einer intakten Familie. Die erste verständliche Reaktion ist meist der Wunsch, dieses unangenehme Gefühl so schnell wie möglich „wegzumachen“ oder wie ein defektes Bauteil austauschen zu lassen. Doch die Logotherapie wirft einen völlig neuen, entlastenden Blick darauf. Innere Leere als Weckruf Diese innere Leere, die Frankl das „existenzielle Vakuum“ nannte, ist kein psychischer Defekt und keine Fehlfunktion. Sie ist im Gegenteil ein zutiefst gesundes Signal. Sie ist der Beweis dafür, dass Ihr innerer Kompass funktioniert und Ihnen unmissverständlich anzeigt: „Hier fehlt etwas Wesentliches, das gelebt werden will.“ Das Symptom ist also kein Schaden, sondern der wertvolle Startpunkt für eine echte Neuorientierung. Der Wille zum Sinn Während andere psychologische Schulen den Menschen primär von seinen Trieben (der „Wille zur Lust“ nach Sigmund Freud) oder seinem Geltungsdrang (der „Wille zur Macht“ nach Alfred Adler) her verstehen, stellt die Logotherapie den „Willen zum Sinn“ ins absolute Zentrum. Der Mensch strebt zutiefst danach, eine Aufgabe, eine Beziehung oder eine Erfahrung zu finden, die es wert ist, gelebt zu werden. Status und Wohl­befinden Als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten arbeiten wir in der Existenzanalyse mit der unerschütterlichen Gewissheit, dass dieser geistige, gesunde Kern im Menschen niemals erkranken kann. Er kann überlagert sein von Ängsten, Depressionen oder Erschöpfung, aber er bleibt immer intakt. Die Therapie fungiert hier nicht als Reparaturwerkstatt mit einem Mechaniker, sondern als eine partnerschaftliche Wegbegleitung auf Augenhöhe, um genau diesen gesunden Kern und Ihren ganz persönlichen Lebenssinn wieder freizulegen. Agieren statt Reagieren Die Logotherapie ist heute aktueller denn je, weil sie Patientinnen und Patienten konsequent aus einer passiven Rolle herausholt und ihre Selbstwirksamkeit aktiviert. Viktor Frankl prägte den wunderbaren Gedanken, dass wir nicht das Leben fragen können, was es uns bietet, sondern dass das Leben die Fragen an uns stellt und wir mit unserem Handeln die Antwort geben müssen. Das Leben aktiv mit Sinn füllen Es ist eine gemeinsame Entdeckungsreise, bei der Sie lernen, Ihre unbewussten Ressourcen und Gestaltungsspielräume neu zu erkennen. Selbst in schwierigen Krisen bleibt uns immer die Freiheit, zu wählen, wie wir zu den Dingen stehen wollen. Therapie ist somit kein passives Erdulden einer Behandlung, sondern ein hochaktiver, kreativer Neubeginn, bei dem Sie lernen, Ihr Leben nicht mehr nur irgendwie zu bewältigen, sondern es mit echter, spürbarer Sinnhaftigkeit auszufüllen.

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Erwartungen, Sinn

Die unsichtbare Last unter der Maske?

Perfektes Funktionieren im Alltag? Stellen Sie sich eine glanzvolle Theateraufführung vor: Das Bühnenbild ist makellos, die Schauspielerinnen und Schauspieler agieren fehlerfrei, und das Publikum applaudiert begeistert. Niemand hinter den Kulissen sieht, mit wie viel zitternder Kraft die Crew im Verborgenen die bröckelnden Wände abstützen muss, damit die Kulisse nicht live in sich zusammenbricht. Wahre Entlastung erleben In der psychotherapeutischen Praxis begegnen uns täglich Menschen, die genau dieses Kunststück in ihrem eigenen Leben vollbringen. Sie glänzen mit Top-Leistungen im Job, schmeißen den Haushalt perfekt und schenken ihrem Umfeld ein herzliches Lächeln. Nach außen hin „funktionieren“ sie reibungslos. Doch sobald die Haustür ins Schloss fällt und die Maske ungesehen abfällt, bleibt nur noch eine lähmende Leere und eine bodenlose, bleierne Erschöpfung. Der Wunsch, den Schein im Alltag krampfhaft aufrechtzuerhalten und die dunklen Phasen im Verborgenen wegzumachen, ist ein zutiefst verständlicher Schutzreflex. Aber ein Mensch ist kein Schauspieler, der zu einer lebenslangen Performance auf einer instabilen Bühne verdammt ist. Gefährliche Tarnung Dieses Phänomen, die eigenen tiefen depressiven Gefühle hinter einer perfekt optimierten Alltagsfassade zu verbergen, nennt man in der Psychologie „Masking“. Es ist ein ununterbrochener, gigantischer Kraftakt, der Betroffenen die allerletzten psychischen Ressourcen raubt. Die Symptome einer hochfunktionalen Depression, wie chronische Freudlosigkeit, ein ständiges Gefühl von Getriebensein bei gleichzeitiger innerer Leere und das Unvermögen, echte Verbundenheit zu spüren, sind keine persönlichen Defekte oder ein Mangel an Disziplin. Funktionieren kann erschöpfen Sie sind die lautlosen, aber dringenden Warnleuchten der Psyche. Sie signalisieren unmissverständlich, dass die Schere zwischen dem im Außen gespielten Leben und der inneren, schmerzhaften Realität viel zu weit auseinandergedriftet ist. Wer diese Signale durch noch mehr Selbstoptimierung stummschaltet, löst das Problem nicht. Er beschleunigt lediglich den inneren Ausbrennvorgang unter der glänzenden Oberfläche. Hinter der Fassade In der Existenzanalyse arbeiten wir mit einer fundamentalen, zutiefst entlastenden Gewissheit: Der innerste, gesunde Kern eines jeden Menschen bleibt immer intakt. Ganz gleich, wie taub, grau oder erschöpft Sie sich unter dem Druck Ihrer perfekten Fassade fühlen. Sie sind nicht kaputt. Wenn das Leben seine Farbe verliert und das Lächeln zur bloßen Anstrengung wird, benötigen Sie keine mechanische Reparatur, um noch effizienter für die Erwartungen anderer zu spüren. Gesundes wiederentdecken Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten agieren hier nicht als Mechaniker, sondern als verlässliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf Augenhöhe. In der Therapie kreieren wir einen vollkommen bewertungsfreien, sicheren Schutzraum, in dem Sie die zentnerschwere Maske Schicht für Schicht und im eigenen Tempo ablegen dürfen. Es geht darum, Ihre verschütteten, echten Werte und Gefühle behutsam wieder freizulegen. Maske ablegen, Leben spüren Sich einzugestehen, dass man die schwere Rüstung des fehlerfreien Funktionierens nicht mehr alleine tragen kann und will, ist kein Zeichen von Scheitern. Es ist der allererste, mutige Akt proaktiver Selbstführung und echter Selbstwirksamkeit. Psychotherapie ermöglicht Ihnen den Ausstieg aus einer Rolle, die Sie nur noch kraftlos erdulden, hin zur aktiven Autorenschaft über Ihr eigenes Leben. Ins echte Gestalten finden Diese gemeinsame Entdeckungsreise verlangt Mut zur Wahrheit, bringt aber eine unschätzbare Freiheit mit sich. Sie müssen nicht mehr perfekt sein, um wertvoll zu sein. Indem Sie lernen, gesunde Grenzen zu setzen und Ihre wahren Bedürfnisse im Alltag zu verankern, beenden Sie den inneren Raubbau. Sie beginnen, Ihr Leben so umzugestalten, dass es sich nicht mehr nur von außen betrachtet gut ansieht, sondern sich von innen heraus wieder echt, lebendig und zutiefst sinnvoll anfühlt.

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ADHS, Depression, Erschöpfung

Therapie als Vorsorge statt Reparatur?

Psychotherapie ist kein Pflaster für „Verrückte“! Hand aufs Herz: Wann waren Sie das letzte Mal zur professionellen Zahnreinigung oder beim Jahresservice für Ihr Auto? Vermutlich lange bevor der Zahn unerträglich schmerzt oder der Motor auf der Autobahn raucht. Im Alltag finden wir es vollkommen logisch, wertvolle Ressourcen regelmäßig zu pflegen und präventiv zu handeln, um größere Schäden von vornherein zu vermeiden. Doch geht es um unsere psychische Gesundheit, legen wir oft einen ganz anderen, fast schon archaischen Maßstab an. Bewusste Psychohygiene Der Satz „Aber ich bin doch nicht verrückt!“ fällt in der Praxis erstaunlich oft, sobald das Thema Psychotherapie im Raum steht. Es ist der tief sitzende Irglaube, man müsse erst am absoluten Abgrund stehen oder eine schwere psychiatrische Diagnose im Gepäck haben, um sich professionelle Unterstützung zu holen. Dahinter verbirgt sich der verständliche Wunsch, im Alltag einfach nur „reibungslos zu funktionieren“ und die unbegründete Angst, dass das Aufsuchen von Hilfe ein Eingeständnis des eigenen Scheiterns sei. Psychohygiene im Alltag Das hartnäckige Klischee, Therapie sei nur etwas für Menschen in einer tiefen, chronischen Erkrankung, blockiert den Zugang zu einer wertvollen Ressource. Symptome wie eine anhaltende innere Unruhe, wiederkehrende Selbstzweifel, chronischer Beziehungsstress oder ein schleichendes Gefühl von Sinnverlust sind keine Anzeichen dafür, dass Sie „verrückt“ werden. Es sind vielmehr hochfunktionale Warnsignale Ihrer Psyche. Seelische Stolpersteine sind keine Defekte Sie zeigen Ihnen, dass die aktuelle Lebensführung nicht mehr stimmig ist oder Ihre persönlichen Grenzen übertreten wurden. Anstatt Psychotherapie als mentale Feuerwehr zu verstehen, die erst gerufen wird, wenn das gesamte Lebenskonstrukt bereits in Asche liegt, sollten wir sie als das sehen, was sie im Kern ist: proaktive Psychohygiene. Es geht um vorausschauende Lebensbewältigung, nicht um das bloße Bekämpfen von Krankheiten. Der unzerstörbare Kern In der Existenzanalyse blicken wir mit einer klaren, entlastenden Haltung auf den Menschen: Der gesunde Kern in Ihnen bleibt immer intakt. Völlig unabhängig davon, wie chaotisch, belastend oder schmerzhaft Ihre aktuelle Lebensphase auch sein mag. Sie sind nicht kaputt. Wenn Sie den roten Faden in Ihrem Leben vorübergehend verlieren oder vor einer scheinbar unlösbaren Entscheidung stehen, benötigt Ihr System keine „Reparatur“. Keine Reparatur, sondern Entfaltung Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten arbeiten daher nicht wie Mechaniker, die ein mangelhaftes Objekt wieder funktionstüchtig schrauben. Wir verstehen uns als professionelle Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf Augenhöhe. Gemeinsam legen wir diesen gesunden, tragfähigen Kern wieder frei, der im Alltagstrubel oder unter alten Mustern verschüttet wurde. Es geht nicht darum, Sie wieder passend für die Erwartungen anderer zu machen, sondern Ihnen den Raum zu schenken, Ihre eigene Stimmigkeit wiederzufinden. Vom Funktionieren zum Gestalten Sich Unterstützung zu suchen, ist folglich kein Eingeständnis von Schwäche, sondern ein Zeichen von hoher emotionaler Intelligenz und moderner Lebenskompetenz. Es ist die bewusste Entscheidung, die eigene Lebensqualität und psychische Belastbarkeit nicht dem Zufall zu überlassen. Ihr persönlicher Vorsprung Auf dieser gemeinsamen Entdeckungsreise geht es darum, verborgene Ressourcen zu mobilisieren, die eigene Selbstwirksamkeit zu stärken und das Steuer des eigenen Lebens wieder fest in die Hand zu nehmen. Psychotherapie ist kein passives Erdulden einer Behandlung, sondern ein aktiver, zutiefst befreiender Wachstumsprozess. Sie lernen, sich selbst wieder ein verlässlicher Partner zu sein, Grenzen rechtzeitig und klar zu setzen und Ihr Leben so zu gestalten, dass es sich für Sie wieder echt, sinnvoll und lebendig anfühlt.

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Erwartungen, Freiheit, Sinn, Therapiebeginn

Männliches Schweigen eine Stärke? – Nein.

Symptome sind Warnleuchten! Das patriarchale Schweigen wird gesellschaftlich oft noch immer mit emotionaler Belastbarkeit verwechselt. Dabei ist das permanente Unterdrücken von Überlastung, Trauer oder Versagensängsten kein Zeichen von Resilienz, sondern ein enormer, kraftzehrender Kraftakt. Symptome wie chronische Erschöpfung, anhaltende Reizbarkeit, Schlafstörungen oder plötzliche Wutausbrüche sind keine technischen Defekte, die es so schnell wie möglich „wegzumachen“ gilt. Schweigen überhitzt das System Sie sind vielmehr hochfunktionale Signale der Psyche. Sie zeigen uns unmissverständlich, dass eine persönliche Grenze überschritten wurde, wichtige Werte verletzt werden oder der innere Tank schlichtweg leer ist. Wer diese Wegweiser durch eiserne Disziplin stummschaltet, löst das Problem nicht – er erhöht lediglich den Druck im Kessel, bis das System kollabiert. Das Gesunde Innere In der Existenzanalyse gehen wir von einer tragenden Gewissheit aus: Der tiefste, gesunde Kern eines jeden Menschen bleibt immer intakt. Egal wie schwer die Krise lastet, wie tief die Erschöpfung sitscht oder wie lange das Schweigen schon andauert. Ihre Essenz ist nicht kaputt. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sind daher keine „Mechaniker“, die an einem mangelhaften Objekt herumschrauben. Den inneren Kompass wiederentdecken Wir verstehen uns als professionelle Wegbegleiter auf Augenhöhe. In der Therapie geht es nicht darum, nach Fehlern zu suchen, um den alten, funktionierenden Zustand krampfhaft wiederherzustellen. Vielmehr legen wir gemeinsam den verschütteten, gesunden Kern wieder frei. Es ist eine gemeinsame Entdeckungsreise, um herauszufinden, was Sie für ein stimmiges, authentisches Leben wirklich brauchen und wie Sie Ihre Werte im Alltag verankern können. Verantwortung übernehmen Der Entschluss, eine therapeutische Praxis zu betreten, ist folglich das exakte Gegenteil von Schwäche oder Kapitulation. Er ist ein Akt höchster Selbstverantwortung und moderner Lebensführung. Echte Stärke zeigt sich nicht im stummen Erdulden bis zum Burnout, sondern im Mut, sich den eigenen Themen offen und aktiv zu stellen. Psychotherapie als aktives Gestalten Psychotherapie bietet den geschützten Raum, um aus der Passivität herauszutreten und neue, tragfähige Lebensstrategien zu entwickeln. Klientinnen und Klienten, die diesen Schritt wagen, erfahren schnell eine tiefe Entlastung: Sich mitzuteilen macht nicht verletzlich, sondern unangreifbar. Es ist der Beginn eines selbstbestimmten Weges, auf dem Sie Ihr Leben nicht mehr nur irgendwie aushalten, sondern wieder kraftvoll und aktiv gestalten.

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Erwartungen, Freiheit, Männer, Therapiebeginn

Mehr als nur Funktionieren?

Die innere Leere mit Sinn füllen! Kennen Sie das Gefühl, dass Ihr Alltag wie ein gut geöltes Uhrwerk abläuft? Sie stehen auf, erledigen Ihre Pflichten, sind im Job verlässlich und kümmern sich um Ihre Familie. Von außen betrachtet scheint alles perfekt, doch wenn es abends ruhig wird, spüren Sie eine seltsame Hohlheit. Es ist, als ob man ein Drehbuch abspielt, das man nicht selbst geschrieben hat. In der Logotherapie nennen wir diesen Zustand das „existenzielle Vakuum“. Es ist der schmerzhafte Unterschied zwischen dem bloßen Funktionieren, dem reibungslosen Abarbeiten von Notwendigkeiten und dem wirklichen Leben, das uns innerlich berührt und erfüllt. Das existenzielle Vakuum Wir leben in einer Zeit, die uns technisch und materiell viele Möglichkeiten bietet, uns aber oft die Antwort auf die wichtigste Frage schuldig bleibt. Wofür tue ich das alles? Wenn wir nur funktionieren, reagieren wir lediglich auf den Druck und die Erwartungen von außen. Wir werden „getrieben“. Echtes Leben beginnt jedoch dort, wo wir wieder spüren, dass unser Handeln auf einen Wert ausgerichtet ist. Die Sehnsucht nach dem „Wofür“ Die innere Leere, die viele Menschen als dumpfen Druck oder Unruhe wahrnehmen, ist dabei kein Zeichen von Krankheit, sondern ein gesundes Aufbegehren des Geistes. Es ist der Ruf nach Sinn, der gehört werden möchte. Wir versuchen oft, diese Leere mit Konsum, Unterhaltung oder noch mehr Arbeit zu füllen, doch der Hunger nach Sinn lässt sich damit nicht stillen. Der Wandel der Blickrichtung Um vom Funktionieren zurück ins Leben zu finden, braucht es oft nur eine kleine, aber entscheidende Änderung der Blickrichtung. In meiner Praxis lade ich Sie ein, die Frage umzudrehen. Statt zu fragen „Was habe ich vom Leben zu erwarten?“, dürfen wir uns fragen „Was erwartet das Leben heute von mir?“ Das muss nichts Großes oder Weltbewegendes sein. Oft liegt der Sinn im Kleinen verborgen, beispielsweise in einem aufmerksamen Gespräch, in der Fürsorge für eine Pflanze, im Genuss eines Augenblicks oder im tapferen Ertragen einer schwierigen Situation. Wenn wir uns fragen „Wofür lohnt es sich heute aufzustehen?“, aktivieren wir unsere innerste Motivation. Wir beginnen wieder zu agieren, statt nur zu reagieren. Den eigenen Rhythmus wiederfinden Der Weg aus dem bloßen Funktionieren ist ein Prozess der Wiederentdeckung. Wir legen gemeinsam die Verschüttungen frei, die den Zugang zu Ihrem gesunden Kern blockieren. Es geht darum, wieder hellhörig zu werden für das, was Sie als stimmig und wertvoll empfinden. In einer Atmosphäre der Ruhe und Wertschätzung schauen wir uns an, wo Sie sich selbst abhandengekommen sind und wo Sie wieder „Ja“ zu Ihrem eigenen Leben sagen können. Unser Ziel ist nicht, dass Sie noch besser funktionieren, sondern dass Sie wieder Spuren hinterlassen, die für Sie Bedeutung haben. Denn ein Leben, das als sinnvoll empfunden wird, kennt keine Leere. Es ist voll von Aufgaben, die nur darauf warten, von Ihnen ergriffen zu werden.  

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Praxis für Psychotherapie in Wien 1010 – zentral erreichbar im ersten Bezirk

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