„Muss ich erst am Boden liegen?“

Der richtige Zeitpunkt für Therapie? Vielleicht kennen Sie diesen Gedanken: „So schlimm ist es doch gar nicht. Anderen geht es viel schlechter. Ich muss mich nur etwas mehr zusammenreißen.“ Dieser Satz ist einer der treuesten Begleiter vieler Menschen, die eigentlich längst Unterstützung bräuchten. In unserer Gesellschaft hält sich hartnäckig der Glaube, dass Psychotherapie die letzte Bastion ist. Der „Notanker“, den man erst wirft, wenn das Schiff bereits sinkt. Aber ist das wirklich so? Stellen Sie sich kurz vor, Sie hätten seit Wochen Zahnschmerzen. Ein beständiges Ziehen, das Sie nachts nicht schlafen lässt und Ihnen tagsüber die Freude am Essen nimmt. Würden Sie tatsächlich warten, bis der Zahn ausfällt oder die Entzündung unerträglich wird? Wahrscheinlich nicht. Sie würden einen Termin bei Ihrem Zahnarzt vereinbaren, um den Schmerz zu lindern und die Ursache zu beheben. Bei unserer seelischen Gesundheit hingegen zögern wir oft fatalerweise. Wir behandeln unsere Psyche, als müsste sie unendlich belastbar sein. Dabei fragen sich so viele Menschen heimlich und viel zu lange, wann in Therapie gehen eigentlich der richtige Schritt wäre, während wir unserem Körper viel schneller und auch öfter Erholung und Pflege zugestehen. Leid braucht kein Maßband In meiner Praxis erlebe ich oft Menschen, die sich fast entschuldigen, wenn sie zum Erstgespräch kommen. Sie fürchten, ich könnte ihr Anliegen als „zu klein“ oder „nicht dramatisch genug“ abtun. Doch in der Psychotherapie und besonders in der Existenzanalyse gibt es kein objektives Maßband für Leid. Es gibt keinen Schwellenwert, den Sie überschreiten müssen, um sich das Recht auf Hilfe zu verdienen. Wenn Sie spüren, dass Ihre Lebensqualität eingeschränkt ist, dass sich graue Schleier über Ihren Alltag legen oder Ängste Ihren Radius immer enger ziehen, dann ist das jedenfalls Grund genug. Der richtige Zeitpunkt ist genau dann, wenn Sie merken, dass Sie alleine nicht mehr weiterkommen oder sich nur noch im Kreis drehen. Leid ist immer subjektiv. Wenn es sich für Sie schwer anfühlt, dann ist es schwer – Punkt. Prävention statt Reparatur Ein weiterer wichtiger Aspekt ist unser Verständnis von Therapie. Viele sehen darin eine Werkstatt, in der man „repariert“ wird, wenn man „kaputt“ ist. Ich lade Sie ein, das Bild zu wechseln. Sehen Sie Therapie eher als eine gemeinsame Expedition. Ein Bergführer wartet nicht, bis der Wanderer in die Gletscherspalte gestürzt ist, um ihn zu retten. Er hilft ihm idealerweise schon vorher, den sichersten Weg zu finden, die Ausrüstung zu prüfen und die eigenen Kräfte richtig einzuschätzen. Wann ist in Therapie zu gehen sinnvoll? Sich frühzeitig Unterstützung zu holen, kann verhindern, dass aus einer Krise eine chronische Erkrankung wird. Es ist ein Akt der Selbstfürsorge, nicht des Scheiterns. Gerade in Phasen der Neuorientierung, bei Verlusten oder anhaltender Erschöpfung kann der neutrale, geschützte Raum der Therapie helfen, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen, bevor man ihn ganz verliert. Der Mut zum ersten Schritt Es erfordert Mut, zum Hörer zu greifen oder eine E-Mail zu schreiben. Dieser Schritt bedeutet, sich einzugestehen, dass man etwas ändern möchte. Aber genau darin liegt bereits der erste Moment der Heilung: Sie übernehmen wieder die Gestaltungsmacht über Ihr Leben. Sie warten nicht mehr passiv ab, bis der Leidensdruck unerträglich wird, sondern sorgen aktiv für sich. Ich versuche deshalb  in meiner Praxis in Wien meinen Gesprächspartnern nicht als derjenige zu begegnen, der ihr Leben besser kennt als sie, sondern als Begleiter, der ihnen hilft, die eigene Landkarte wieder lesen zu lernen. Ob diese nun mit einer schweren Last kommen oder „nur“ mit einem Stein im Schuh, der sie am Weitergehen hindert. Jede Person ist mir willkommen. Sie müssen nicht erst am Boden liegen, um aufzustehen und eine neue Richtung einzuschlagen.  

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Therapiebeginn, Entscheiden, Erwartungen

Darf ich hier auch lachen?

Humor heilt mit Kraft! Wer an Psychotherapie denkt, hat oft ein bestimmtes Bild im Kopf. Ernste Gesichter, schwere Themen, Taschentuchboxen und eine Atmosphäre, in der jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird. Schließlich geht es um Leid, um Ängste oder tiefe Erschöpfung. Scheint da Lachen nicht fehl am Platz, vielleicht sogar respektlos dem eigenen Schmerz gegenüber? Die überraschende Antwort lautet Ganz und gar nicht. Humor in der Therapie ist in meiner Praxis nicht nur „erlaubt“, er ist oft ein wesentlicher Türöffner für Veränderungen. Humor als Teil der Therapie Wenn wir in einer Krise stecken, neigen wir dazu, mit unserem Problem zu verschmelzen. Die Angst oder die Sorge füllt den ganzen Raum aus, bis wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Genau hier setzt Humor an. Er schafft einen Moment der Distanz. Wer über eine Situation, oder sogar liebevoll über eine eigene „Macke“, lachen kann, steht in diesem Moment über den Dingen, statt unter ihnen begraben zu sein. Ein kurzer Urlaub vom Problem Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie mit der ich arbeite, sah im Humor eine der wichtigsten Fähigkeiten des menschlichen Geistes. Er nannte es, ironischerweise wenig humorvoll, die „Trotzmacht des Geistes“. Ein Lachen kann der Beweis dafür sein, dass jeder Mensch mehr ist als eine Diagnose oder ein momentanes Tief. Lachen ist ein kurzes Aufatmen, ein kleiner Urlaub von der Schwere. Lachen schafft Verbindung Natürlich lachen wir in der Therapie niemals jemanden aus und wir lachen auch Probleme nicht weg. Wir nehmen das Leid absolut ernst. Aber Ernsthaftigkeit bedeutet nicht Schwere. Es gibt Momente in Sitzungen, in denen sich durch ein gemeinsames Schmunzeln eine Anspannung löst, die durch bloßes Reden kaum zu knacken gewesen wäre. Lachen verbindet und schafft eine Atmosphäre der Sicherheit. Es signalisiert, dass wir uns auch die dunklen Ecken des Lebens ansehen können, ohne dabei das Licht zu verlieren. Die Rückkehr der Leichtigkeit Oft ist das erste echte Lachen nach einer langen Zeit der Traurigkeit ein Wendepunkt. Es ist wie ein erstes Schneeglöckchen nach dem Winter, ein Zeichen dafür, dass die Lebenskraft zurückkehrt. Wenn also meine Patienten bei mir sitzen und ihnen kommt ein witziger Gedanke oder sie müssen über die Absurdität einer Situation schmunzeln, ermutige ich sie das nicht zu unterdrücken. Es ist willkommen. Denn Heilung braucht nicht nur Tiefe, sie braucht auch Leichtigkeit.

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Therapiebeginn, Erwartungen

Die Qual der Wahl zu entscheiden?

Zu Entscheidungen stehen! Wir leben in einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. Was auf den ersten Blick wie eine große Freiheit wirkt, entpuppt sich im Alltag oft als Last. Sei es die Wahl des Berufsweges, Fragen in der Partnerschaft oder scheinbar banale Alltagsentscheidungen. Oft stehen wir vor einer Gabelung, fühlen uns wie gelähmt und wissen nicht, wie wir schwere Entscheidungen treffen sollen. Wir wägen ab, schreiben Pro-und-Contra-Listen und zerbrechen uns den Kopf. Doch kennen Sie das Gefühl, wenn eine Entscheidung rein rational absolut sinnvoll erscheint, sich aber im Magen dennoch wie ein schwerer Stein anfühlt? In der Existenzanalyse und Logotherapie gehen wir davon aus, dass eine „gute“ Entscheidung mehr braucht als nur logische Argumente. Sie braucht unser „inneres Ja“, unsere volle Zustimmung. Schwere Entscheidungen Oft treffen wir Entscheidungen aus einem Pflichtgefühl heraus oder weil wir Erwartungen erfüllen wollen. Wir funktionieren, aber wir leben nicht. Eine Entscheidung, die nur im Kopf getroffen wird, lässt uns oft seltsam unbeteiligt oder innerlich zerrissen zurück. Nicht Kopfsache sondern Stimmigkeit Das Ziel in der therapeutischen Arbeit ist es, zu einer sogenannten existenziellen Entscheidung zu finden. Das bedeutet, dass wir eine Wahl treffen, die „stimmig“ ist. Stimmigkeit entsteht dann, wenn das, was der Verstand als richtig erkennt, mit dem übereinstimmt, was das Herz als wertvoll empfindet. Es ist der Moment, in dem wir spüren „Ja, das bin ich. Das entspricht mir, auch wenn es vielleicht anstrengend wird.“ Das Spüren ernst nehmen Um dieses innere Ja zu finden, müssen wir lernen, wieder auf unsere leiseren Töne zu hören. Viele Menschen haben verlernt, ihre emotionalen Reaktionen als wertvollen Kompass zu nutzen. Dabei meldet sich unser „Gespür“ oft sehr präzise, lange bevor der Verstand Argumente gefunden hat. In meiner Praxis lade ich Sie ein, Entscheidungen probehalber zu durchleben. Wie fühlt es sich körperlich an, wenn Sie sich innerlich für Weg A entscheiden? Wird es weit und leicht, oder eng und schwer? Dieses Spüren ist keine Laune, sondern die Art und Weise, wie sich Ihre Werte bemerkbar machen. Wir versuchen, den Dialog zwischen Ihrem Verstand, der die Fakten prüft, und Ihrem Gefühl, das den Wert prüft, wieder in Gang zu bringen. Der Mut zum Verzicht Jede Entscheidung ist immer auch ein Abschied. Das Wort „entscheiden“ trägt das „Scheiden“ schon in sich. Wenn ich Ja zu einer Sache sage, muss ich Nein zu vielen anderen Möglichkeiten sagen. Dieser Verzicht macht oft Angst. Doch wer versucht, sich alle Türen offen zu halten, bleibt am Ende im Flur stehen und lebt gar nicht. Das Paradoxe dabei ist, dass, sobald wir eine Entscheidung mit innerer Zustimmung treffen, der Verzicht seinen Schrecken verliert . Wir trauern den anderen Optionen nicht mehr hinterher, weil wir spüren, dass der gewählte Weg unser Weg ist. Begleitung zur Klarheit Es ist nicht immer leicht, die eigene Stimme im Lärm der fremden Meinungen und Ängste zu hören. Manchmal sind unsere inneren Antennen durch alte Muster oder Erwartungen verstellt. Als Ihr Begleiter unterstütze ich Sie dabei, diesen Nebel zu lichten. Wir sortieren gemeinsam. Was ist die Angst? Was ist die Vernunft? Und was ist Ihre eigentliche Sehnsucht? Das Ziel ist nicht, dass Sie die „perfekte“ Entscheidung treffen, die alle Risiken ausschließt. Die gibt es ohnehin nicht. Das Ziel ist eine Entscheidung, hinter der Sie sich selbst als Person stellen können. Denn nichts gibt uns mehr Kraft und Ruhe als das Wissen „Ich habe das gewählt, und ich stehe dazu.“.

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Freiheit, Angst, Entscheiden

Mitten unter Millionen und doch allein?

Einsamkeit oder heilsames Alleinsein? Wir leben in einer Stadt, die niemals wirklich still steht. Wien ist voller Leben, die U-Bahnen sind morgens gedrängt voll, in den Schanigärten sitzen Menschen dicht an dicht, und doch ist das Gefühl der Isolation für viele ein ständiger Begleiter. Es klingt paradox. Wie kann man sich einsam fühlen, wenn man physisch fast nie alleine ist? Ein Unterschied In meiner Praxis zeigt sich jedoch oft, dass gerade die Anonymität der Großstadt dieses Gefühl verstärken kann. Man ist umgeben von Gesichtern, aber man spürt keine Verbindung. In der Logotherapie ist es mir wichtig, zunächst zwei Begriffe sauber voneinander zu trennen, wenn wir diese Einsamkeit überwinden wollen: Das Alleinsein und das Einsamsein. Denn während das eine ein äußerer Zustand ist, ist das andere ein innerer Schmerz. Wenn die Stille schmerzt Einsamkeit ist das quälende Gefühl, abgetrennt zu sein. Es ist ein Erleben von Mangel, bei dem wir uns nicht gesehen und nicht gemeint fühlen. Man kann sich inmitten einer Party oder in einer Partnerschaft zutiefst einsam fühlen, wenn die innere Resonanz fehlt. Das Alleinsein hingegen ist zunächst nur eine neutrale Tatsache. Es ist kein anderer Mensch anwesend. Dass wir diesen Zustand heute oft so schwer ertragen und sofort zum Smartphone greifen, um uns abzulenken, hat oft einen tieferen Grund. Wir fliehen vor der Begegnung mit uns selbst. Wer allein ist, ist auf sich selbst zurückgeworfen. Und wenn wir uns selbst fremd geworden sind, wenn wir unsere eigenen Gedanken und die Stille als bedrohlich empfinden, dann kippt das wertvolle Alleinsein schnell in die schmerzhafte Einsamkeit. Der Weg zur Freundschaft Ein zentraler Schlüssel zur Überwindung der Einsamkeit liegt paradoxerweise darin, das Alleinsein neu zu lernen. Es geht darum, die Beziehung zu sich selbst zu stärken. Die Logotherapie und Existenzanalyse weist uns fortwährend darauf hin, dass wir nie ganz allein sind, solange wir „bei uns selbst“ sind. Einsamkeit überwinden In der Therapie arbeiten wir daran, dass Sie sich selbst wieder ein guter Gastgeber werden. Wir fragen uns, „Wie gehen Sie mit sich um, wenn niemand zuschaut? Sind Sie ein strenger Kritiker oder ein wohlwollender Gefährte?“. Wenn es uns gelingt, die Zeit mit uns selbst nicht als Leere, sondern als Freiraum für eigene Gedanken, für Genuss oder Kreativität zu füllen, verliert die Einsamkeit ihren Stachel. Wer in sich selbst beheimatet ist, braucht die anderen Menschen zwar immer noch zur Bereicherung, aber nicht mehr zur bloßen Füllung eines inneren Lochs. Offen werden Wenn wir aufhören, krampfhaft vor dem Alleinsein zu fliehen, geschieht oft etwas Erstaunliches. Wir werden wieder fähig zu echter Begegnung. Einsamkeit macht uns oft bedürftig und eng. Wir scannen unsere Umgebung förmlich danach ab, wer uns erlösen könnte. Das heilsame Alleinsein hingegen schenkt uns Ruhe und Autonomie. Aus dieser Haltung heraus können wir uns der Welt wieder zuwenden. Nicht, weil wir müssen, sondern weil wir wollen. Echte Begegnung In meiner Praxis begleite ich Sie auf diesem Weg von der Isolation zurück in die Verbindung. Wir stärken Ihr inneres Fundament, damit Sie sich auch in der großen Stadt nicht mehr verloren, sondern bei sich selbst geborgen fühlen. Denn die beste Voraussetzung für gute Beziehungen zu anderen ist eine gute Beziehung zu sich selbst.  

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Einsamkeit, Depression, Krise

Trotzdem „Ja“ zum Leben sagen!

Typisch „wienerisch“! Wien ist nicht nur die Stadt der Musik und der Kaffeehäuser, sondern auch der Geburtsort einer der hoffnungsvollsten Strömungen der Psychotherapie, der Logotherapie und Existenzanalyse. Wenn ich als Therapeut in dieser Stadt arbeite, spüre ich oft die Verantwortung und das Privileg, in der Tradition Viktor Frankls zu stehen und Menschen dabei zu begleiten, trotzdem Ja zum Leben sagen zu können. Heute aktueller denn je Sein berühmter Satz „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ ist weit mehr als ein Buchtitel. Er ist eine Haltung, die in den dunkelsten Stunden des 20. Jahrhunderts gereift ist und die uns heute, in einer Zeit der globalen Unsicherheiten und persönlichen Überforderungen, einen festen Boden unter den Füßen geben kann. Es ist die Einladung, das Leben nicht nur dann zu bejahen, wenn die Sonne scheint, sondern gerade dann, wenn es Fragen an uns stellt, die schwer zu beantworten sind. Eine Antwort geben Viktor Frankl hat uns in der Logotherapie eine revolutionäre Umkehrung der Perspektive gelehrt, die das Fundament meiner Arbeit in der Praxis bildet. Wir Menschen neigen dazu, vom Leben zu fordern. Wir wollen Glück, wir wollen Gesundheit, wir wollen Erfolg. Frankl drehte den Spieß um. Nicht wir sind es, die das Leben befragen dürfen, sondern das Leben ist es, das uns täglich und stündlich befragt. Die Fragen des Lebens Unsere Aufgabe ist es, zu antworten, aber nicht mit Worten, sondern mit unserem Handeln und unserer Haltung. Diese Sichtweise verleiht uns eine enorme Würde. Wir sind nicht mehr Opfer der Umstände, sondern Gestalter unserer Antwort. Selbst wenn das Schicksal uns Wege versperrt, bleibt uns immer noch die Wahl, wie wir diesen Weg gehen wollen. Trotzdem „Ja“ sagen Man könnte meinen, eine Philosophie, die vor so vielen Jahrzehnten entstand, passe nicht mehr in unsere digitalisierte, schnelle Welt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wir erleben heute oft ein Phänomen, das Frankl als „existentielles Vakuum“ bezeichnete: Wir haben von allem genug, wovon wir leben können, aber wir wissen oft nicht mehr, wofür wir leben. Der materielle Wohlstand und die unendlichen Möglichkeiten der Selbstoptimierung hinterlassen oft eine innere Leere. Heute so aktuell Die Logotherapie ist hier das Gegenmittel. Er erinnert uns daran, dass der Mensch nicht primär auf Lustgewinn oder Macht aus ist, sondern zutiefst auf Sinn ausgerichtet ist. In einer Zeit, in der viele Orientierung suchen, wirkt der Gedanke, dass jede Situation einen verborgenen Sinn in sich trägt, wie ein Leuchtturm. Trotzmacht ganz praktisch Dieses „Ja zum Leben“ ist kein naiver Optimismus, der das Leid ausblendet. Frankl wusste als Überlebender des Holocaust nur zu gut um die Abgründe des Menschseins. Seine Lehre ist deshalb so tröstlich, weil sie realistisch ist. Sie verlangt uns nicht ab, immer zu lächeln. Sie ermutigt uns vielmehr, unsere „Trotzmacht des Geistes“ zu entdecken. Das bedeutet, sich von Ängsten, Depressionen oder Schicksalsschlägen nicht das letzte Wort sprechen zu lassen. In unseren Gesprächen geht es mir darum, genau diesen unversehrten Kern in Ihnen zu stärken. Wir suchen gemeinsam nach dem „Trotzdem“ in Ihrem Leben. Nach dem Funken, der Sie weitermachen lässt, nach den Werten, die Ihnen heilig sind, und nach der Freiheit, die Ihnen niemand nehmen kann. Dieses Wiener Erbe weiterzutragen und für Ihr ganz persönliches Leben fruchtbar zu machen, ist das Herzstück meiner Arbeit.

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Freiheit, Entscheiden, Sinn

(Keine) Angst vor dem Unbekannten?!

Im Erstgespräch ankommen! Der Weg zum ersten Erstgespräch in der Therapie ist für viele Menschen der schwierigste. Man steht vor der Tür der Praxis, der Finger schwebt über der Klingel, und das Herz klopft oft bis zum Hals. Tausend Fragen gehen einem durch den Kopf: „Was, wenn ich kein Wort herausbringe?“, „Muss ich sofort mein ganzes Leben erzählen?“ oder „Was denkt der Therapeut über mich?“ Diese Nervosität ist vollkommen normal. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Ihnen Ihr Wohlbefinden wichtig ist und Sie sich auf etwas Neues einlassen. Um Ihnen diesen Schritt etwas zu erleichtern, möchte ich Ihnen gerne erzählen, was hinter meiner Tür tatsächlich passiert und vor allem, was nicht passiert. Therapie? Das Wichtigste vorweg. Das Erstgespräch ist kein Verhör und keine Prüfung. Sie müssen keine Leistung erbringen. Wenn Sie den Raum betreten, geht es im ersten Moment nur darum, anzukommen und durchzuatmen. Ein Raum um Anzukommen Ich weiß, dass Sie wahrscheinlich aufgeregt sind, und das darf auch so sein. Wir nehmen uns Zeit, damit Sie sich mit der Umgebung vertraut machen können. Es gibt hier keinen Zeitdruck, sofort „zur Sache“ kommen zu müssen. Erzählen? Eine große Sorge vieler Klienten ist, dass sie ihre gesamte Lebensgeschichte in 50 Minuten packen müssen oder dass sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Seien Sie beruhigt. Ich führe Sie durch unser Gespräch. Ich werde Ihnen Fragen stellen, die es Ihnen leicht machen, zu erzählen, was Sie gerade bewegt. Nicht alles auf einmal Es ist völlig in Ordnung, wenn Sie Dinge erst einmal weglassen oder wenn Ihnen zwischendurch die Worte fehlen. Schweigen ist kein Fehler im System, sondern oft ein wichtiger Moment des Nachspürens. Wir schauen gemeinsam auf das, was jetzt gerade im Vordergrund steht. Alles andere hat Zeit. Der Chemie-Check Natürlich sprechen wir auch über Organisatorisches. Transparenz ist mir wichtig, deshalb klären wir ganz offen die Rahmenbedingungen. Wie oft sehen wir uns? Was kostet es? Wie sind die Absageregelungen? Es soll keine offenen Fragen oder versteckten Hürden geben. Im Rahmen bleiben Viel entscheidender als die Bürokratie ist aber Ihr Bauchgefühl. Die Forschung zeigt, dass die Beziehung zwischen Klienten und Therapeut einer der wichtigsten Wirkfaktoren ist. Das Erstgespräch dient also vor allem dazu, dass wir beide herausfinden „Passt das?“ Fühlen Sie sich hier sicher? Haben Sie den Eindruck, dass ich Sie verstehe? Sie müssen sich nicht sofort entscheiden, aber Sie werden spüren, ob die Chemie stimmt. Ein Anfang, kein Urteil Wenn Sie die Praxis nach dieser ersten Stunde verlassen, fühlen sich die meisten Menschen erleichtert. Die „Black Box“ ist geöffnet, das Unbekannte hat ein Gesicht bekommen. Sie gehen nicht mit einer fertigen Lösung nach Hause, aber mit der Gewissheit, dass Sie mit Ihren Themen nicht mehr allein sind. Und das ist oft schon der wichtigste Schritt der gesamten Therapie.

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Therapiebeginn, Erwartungen, Vertrauen

„Andere haben es doch viel schwerer“!

Schmerz braucht keinen Vergleich! Es ist ein Satz, den ich in meiner Praxis sehr oft höre, oft gleich zu Beginn oder als entschuldigender Nachsatz. „Eigentlich darf ich mich ja gar nicht beschweren. Ich habe einen Job, ein Dach über dem Kopf, und wenn man sich ansieht, was in der Welt los ist… andere haben es viel schwerer.“ Dieser Gedanke scheint auf den ersten Blick vernünftig, vielleicht sogar bescheiden. Doch in Wahrheit ist er eine Falle. Er ist ein Versuch, das eigene Leiden zu relativieren und damit oft auch unbewusst abzuwerten. Wir stellen unsere Sorgen auf eine Waage und wollen unseren Schmerz vergleichen, mit dem Schicksal anderer, in der Hoffnung, dass unser eigenes Gewicht dadurch verschwindet. Aber Gefühle funktionieren nicht nach den Gesetzen der Mathematik. Leid ist wie Luft In der Logotherapie, haben wir dafür ein sehr treffendes Bild. Für uns ist das Leiden des Menschen wie Luft. Wenn man eine bestimmte Menge Luft in einen Raum pumpt, füllt es den Raum immer vollständig und gleichmäßig aus, egal, wie groß der Raum ist. Genauso ist es mit dem Leid. Egal, wie „klein“ oder „banal“ der Anlass von außen betrachtet wirken mag, er füllt die Seele des betroffenen Menschen ganz aus. Ein subjektiv empfundener Schmerz ist immer absolut. Wer Liebeskummer hat, leidet ganz. Wer im Job unter Druck steht, leidet ganz. Es hilft demjenigen, der Zahnschmerzen hat, nicht im Geringsten zu wissen, dass jemand anderes ein Bein gebrochen hat. Der Schmerz ist deswegen nicht weniger real. Schmerz vergleichen? Warum vergleichen wir uns dann trotzdem so oft? Meistens ist es ein Schutzmechanismus. Wenn wir uns sagen, dass unser Problem „nicht schlimm genug“ ist, versuchen wir, uns die Erlaubnis zu Fühlen zu entziehen. Wir wollen nicht schwach wirken, gerade auch nicht vor uns selbst. Die Flucht vor den eigenen Gefühlen Doch das Unterdrücken von Gefühlen führt selten dazu, dass sie verschwinden. Sie suchen sich oft andere Wege. Sei es über den Körper, über Schlafstörungen oder eine schleichende Gereiztheit. Ihr Recht auf Unterstützung Es gibt keine Eintrittskarte für Therapie oder Beratung, die man sich erst durch ein „ausreichend schweres“ Schicksal verdienen muss. Sie müssen nicht erst am Boden liegen, um Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen. Im Gegenteil. Sich um die eigene psychische Gesundheit zu kümmern, bevor die Last unerträglich wird, ist ein Zeichen von Selbstfürsorge und Verantwortung. Wenn Sie spüren, dass Sie nicht mehr im Gleichgewicht sind, dass die Freude fehlt oder Ängste den Alltag bestimmen, dann ist das Grund genug. Ihr Empfinden ist der Maßstab, nicht das Leid der anderen. Sie dürfen Ihren Schmerz ernst nehmen. Nur dann kann er sich auch wandeln.  

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Therapiebeginn, Erschöpfung, Krise

Montagmorgen-Gefühl für immer?

Vom Abarbeiten zurück ins Erleben finden! Kennen Sie diesen Zustand, wenn der Kalender voll ist, aber das eigene Innere seltsam leer bleibt? Für viele Menschen fühlt sich nicht mehr nur der Wochenstart mühsam an, sondern jeder einzelne Tag wird zu einem steilen Berg, den es zu erklimmen gilt. Man wacht auf und der erste Gedanke gilt der To-Do-Liste. Wir funktionieren, wir leisten, wir haken Punkt für Punkt ab. Doch am Ende des Tages, wenn alles erledigt ist, stellt sich keine Zufriedenheit ein, sondern nur eine chronische Erschöpfung und bleierne Müdigkeit. In der Logotherapie betrachten wir diese chronische Erschöpfung oft nicht als reines Energieproblem, sondern als eine Disbalance zwischen Geben und Nehmen. Wir haben verlernt, das Leben auf uns wirken zu lassen, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, es zu bewältigen. Die Falle des ständigen „Abarbeitens“ Unsere moderne Welt applaudiert uns meist für das, was wir leisten. Wir definieren uns über unsere Produktivität. In der Hektik des Alltags rutschen wir dadurch schnell in einen Modus des reinen „Abarbeitens“. Das Leben wird zu einer Abfolge von Aufgaben, die erledigt werden müssen, um Ruhe zu haben. Doch diese Ruhe kommt oft nicht, weil nach der Aufgabe vor der Aufgabe ist. Wenn wir nur noch Ausatmende sind, also Gebende, Schaffende und Leistende, brennen wir aus. Unsere Seele benötigt, genau wie unser Körper beim Atmen, auch das Einatmen. In der Existenzanalyse nennen wir das die Erlebniswerte. Das sind Momente, in denen wir nichts leisten müssen, sondern die Welt in uns aufnehmen dürfen, wie die Schönheit der Natur, die Wärme einer Begegnung oder den Genuss von Kunst und Stille. Kleine Fenster zum Leben öffnen Der Weg aus der chronischen Erschöpfung führt selten über noch mehr Anstrengung oder eiserne Disziplin. Er führt über die behutsame Rückkehr ins Spüren. Es geht darum, wieder Momente zu schaffen, in denen Sie nicht Zweck erfüllend tätig sind, sondern einfach nur da sind. Das klingt in einem stressigen Alltag oft wie eine Utopie, doch es beginnt im Kleinen. Raus aus der chronischen Erschöpfung Es ist der bewusste Entschluss, den Kaffee am Morgen nicht nebenbei hinunterzustürzen, während man E-Mails checkt, sondern ihn für zwei Minuten wirklich zu schmecken. Es ist der Blick in den Himmel auf dem Weg zur Arbeit, bei dem man kurz innehält, statt auf das Smartphone zu starren. Diese kleinen „Fenster zum Leben“ unterbrechen den Modus des Abarbeitens. Sie signalisieren Ihrer Psyche „Ich bin nicht nur eine Arbeitsmaschine, ich bin ein erlebender Mensch“. Der Mut zur zweckfreien Zeit In meiner Praxis lade ich Sie ein, diese Fähigkeit zum Erleben wiederzuentdecken. Oft ist unser „Genuss-Muskel“ verkümmert, und wir fühlen uns schuldig, wenn wir nichts „Nützliches“ tun. Doch genau diese zweckfreie Zeit ist es, die uns nährt. Erarbeiten wir gemeinsam Strategien, wie Sie trotz der hohen Anforderungen kleine Inseln des Erlebens in Ihren Tag integrieren können. Suchen wir nach dem, was Sie berührt und was Ihnen Kraft gibt, ohne dass es ein Ergebnis liefern muss. Wenn wir lernen, die Welt wieder auf uns wirken zu lassen, statt sie nur zu bearbeiten, wandelt sich die graue Erschöpfung Schritt für Schritt wieder in ein buntes, spürbares Leben. Sie dürfen sich erlauben, Empfangender zu sein. Das ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für Ihre seelische Gesundheit.  

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Erschöpfung, Burnout, Freiheit

„Trotzig gegen die Angst!

Wir sind stärker als unsere Angst! Wenn uns Angst, Sorgen oder eine depressive Verstimmung im Griff haben, fühlen wir uns oft klein und hilflos. Es scheint, als wären wir den Launen unserer Psyche ausgeliefert wie ein Blatt im Wind. Wir warten darauf, dass der Sturm sich legt, damit wir wieder handlungsfähig werden. Wir warten darauf, dass der Sturm sich legt, damit wir wieder handlungsfähig werden. Doch hier setzt die Trotzmacht des Geistes an. Die Logotherapie gibt uns mit dem Begriff der „Trotzmacht des Geistes“ ein gedankliches Werkzeug, das dieses Kräfteverhältnis auf den Kopf stellt. Es ist eine Ermutigung, nicht darauf zu warten, dass die Angst verschwindet, sondern eine Kraft in uns zu entdecken, die trotz der Angst Bestand hat. Es ist die zutiefst menschliche Fähigkeit, sich nicht alles gefallen zu lassen, auch und gerade nicht von den eigenen Gefühlen. Die Trotzmacht des Geistes Das Wort „Trotzmacht“ mag im ersten Moment etwas altmodisch oder fast kindlich klingen. Doch gemeint ist damit eine sehr erwachsene und kraftvolle Haltung. Es ist die Fähigkeit unseres Geistes, auf Distanz zu gehen zu dem, was unser Körper oder unsere Psyche gerade „veranstalten“. Ein alter Begriff für eine moderne Stärke Stellen Sie sich vor, Ihre Angst ist wie schlechtes Wetter. Sie können den Regen nicht einfach abstellen, und Sie werden vielleicht nass. Aber, und das ist die Trotzmacht, Sie können entscheiden, ob Sie im Regen stehen bleiben und jammern, oder ob Sie den Kragen hochschlagen und trotzdem Ihren Weg gehen. Diese innere Widerstandskraft ist in jedem Menschen angelegt. Sie ist der gesunde Kern, der selbst in psychischen Krisen intakt bleibt und darauf wartet, aktiviert zu werden. Ich habe Angst Um diese Kraft zu nutzen, ist ein kleiner sprachlicher und gedanklicher Schritt notwendig, den wir in der Therapie oft üben. Es ist die Unterscheidung zwischen dem, was wir haben, und dem, wer wir sind. Sie haben vielleicht gerade Herzklopfen, schlaflose Nächte oder panische Gedanken. Das sind Zustände Ihres psychophysischen Organismus. Aber ich bin nicht die Angst Aber Sie sind mehr als das. Sie sind die Person, die diese Zustände wahrnimmt und sich dazu verhalten kann. Die Trotzmacht erlaubt uns zu sagen: „Ja, die Angst ist da, und sie ist unangenehm. Aber sie ist nicht der Chef in meinem Haus. Ich entscheide mich für das, was mir wichtig ist, auch wenn die Angst im Gepäck ist.“ Unseren geistigen Muskel trainieren Diese Haltung ist kein Schalter, den man einfach umlegt, sondern eher wie ein Muskel, der trainiert werden möchte. In meiner Praxis unterstützen wir diesen Trainingsprozess. Wir suchen nach Situationen, in denen Sie sich bisher von Ihren Ängsten haben einschränken lassen, und entwerfen kleine Experimente des Mutes. Das kann bedeuten, ein Telefonat zu führen, obwohl die Stimme zittert, oder zu einer Verabredung zu gehen, obwohl man sich am liebsten verkriechen würde. Jedes Mal, wenn Sie trotz des Gefühls für einen Wert handeln, wächst Ihre Trotzmacht. Sie erleben Selbstwirksamkeit. Sie erfahren, dass Sie dem Leben nicht ausgeliefert sind, sondern dass Sie ihm, im wahrsten Sinne des Wortes, die Stirn bieten können.  

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Angst, Entscheiden, Panik

Panikattacken im Supermarkt?

Erste Hilfe für den Alltag! Für viele Menschen ist der Wocheneinkauf eine reine Routineangelegenheit. Doch für Betroffene von Panikattacken kann der Gang durch den Supermarkt zur reinsten Tortur werden. Vielleicht kennen Sie dieses Szenario. Sie stehen in der Schlange an der Kassa, hinter Ihnen warten andere Kunden, vorne geht es nicht weiter. Plötzlich verändert sich alles. Das Licht wirkt grell, die Geräusche werden dröhnend laut, das Herz beginnt zu rasen und der Schweiß bricht aus. Ein einziger Gedanke hämmert im Kopf. „Ich muss hier raus, sonst kippe ich um.“ In meiner Praxis berichten mir Klienten oft von der großen Scham, die mit diesen Momenten einhergeht. Doch ich möchte Ihnen versichern, das, was Ihr Körper da tut, ist keine Fehlfunktion, für die Sie sich schämen müssen, sondern eine Alarmreaktion, die wir verstehen und beruhigen können. Der Blick nach außen… In dem Moment, in dem die Panik aufsteigt, neigen wir fast automatisch dazu, unseren „inneren Scheinwerfer“ auf uns selbst zu richten. Wir horchen in den Körper hinein. Schlägt das Herz noch schneller? Werden die Knie weich? Doch genau diese angstvolle Selbstbeobachtung wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die Panik. … statt nach innen Die Logotherapie bietet hier mit der Dereflexion eine wirkungsvolle Gegenstrategie an. Das bedeutet, die Aufmerksamkeit ganz bewusst von sich selbst weg und hin zu den Dingen in der Welt zu lenken. Wenn Sie die Unruhe spüren, versuchen Sie, Ihren Blick gezielt auf die Umgebung zu richten. Lesen Sie die Inhaltsstoffe auf der Cornflakes-Packung vor Ihnen. Zählen Sie die roten Gegenstände im Regal oder studieren Sie die Frisur der Person vor Ihnen im Detail. Den Kreislauf der Angst… Indem Sie sich auf eine konkrete, neutrale Aufgabe im Außen konzentrieren, entziehen Sie der Angst die Energie. Unser Gehirn kann sich nur schwer auf zwei Dinge gleichzeitig fokussieren, wie auf die Panik und auf das genaue Lesen eines Etiketts. Es geht dabei nicht darum, die Angst zu verdrängen, sondern den Fokus zu verschieben. Sie bleiben handlungsfähig, indem Sie sich der Welt zuwenden, statt im Inneren zu versinken. … unterbrechen Erlauben Sie sich in diesen Momenten auch kleine, hilfreiche Handlungen. Greifen Sie fest den Griff des Einkaufswagens, um den Bodenkontakt zu spüren, oder atmen Sie bewusst tief aus. Sagen Sie sich innerlich „Es ist unangenehm, aber es geht vorbei. Ich bleibe hier und kaufe meine Milch.“ Das Signal… Diese Erste-Hilfe-Strategien sind wertvolle Werkzeuge, um den Alltag wieder zu bewältigen und Rückzugsverhalten zu vermeiden. Doch eine Panikattacke ist meist mehr als nur ein körperliches Gewitter. Sie ist oft ein Wegweiser der Seele. Wenn der akute Sturm vorüber ist, lohnt es sich, in der Ruhe der therapeutischen Begegnung nach den Ursachen zu forschen. Wovor will mich die Angst vielleicht beschützen? Wo in meinem Leben ist mir etwas „zu eng“ geworden, sodass mir im Supermarkt die Luft wegbleibt? … verstehen In der Praxis schauen wir uns nicht nur das Symptom an, sondern fragen nach dem Sinn dahinter. Denn wenn wir verstehen, was die Seele uns sagen möchte, muss sie nicht mehr so laut schreien.

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Panik, Angst, Selbsthilfe

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Praxis für Psychotherapie in Wien 1010 – zentral erreichbar im ersten Bezirk

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