„Trotzig gegen die Angst!

Wir sind stärker als unsere Angst! Wenn uns Angst, Sorgen oder eine depressive Verstimmung im Griff haben, fühlen wir uns oft klein und hilflos. Es scheint, als wären wir den Launen unserer Psyche ausgeliefert wie ein Blatt im Wind. Wir warten darauf, dass der Sturm sich legt, damit wir wieder handlungsfähig werden. Wir warten darauf, dass der Sturm sich legt, damit wir wieder handlungsfähig werden. Doch hier setzt die Trotzmacht des Geistes an. Die Logotherapie gibt uns mit dem Begriff der „Trotzmacht des Geistes“ ein gedankliches Werkzeug, das dieses Kräfteverhältnis auf den Kopf stellt. Es ist eine Ermutigung, nicht darauf zu warten, dass die Angst verschwindet, sondern eine Kraft in uns zu entdecken, die trotz der Angst Bestand hat. Es ist die zutiefst menschliche Fähigkeit, sich nicht alles gefallen zu lassen, auch und gerade nicht von den eigenen Gefühlen. Die Trotzmacht des Geistes Das Wort „Trotzmacht“ mag im ersten Moment etwas altmodisch oder fast kindlich klingen. Doch gemeint ist damit eine sehr erwachsene und kraftvolle Haltung. Es ist die Fähigkeit unseres Geistes, auf Distanz zu gehen zu dem, was unser Körper oder unsere Psyche gerade „veranstalten“. Ein alter Begriff für eine moderne Stärke Stellen Sie sich vor, Ihre Angst ist wie schlechtes Wetter. Sie können den Regen nicht einfach abstellen, und Sie werden vielleicht nass. Aber, und das ist die Trotzmacht, Sie können entscheiden, ob Sie im Regen stehen bleiben und jammern, oder ob Sie den Kragen hochschlagen und trotzdem Ihren Weg gehen. Diese innere Widerstandskraft ist in jedem Menschen angelegt. Sie ist der gesunde Kern, der selbst in psychischen Krisen intakt bleibt und darauf wartet, aktiviert zu werden. Ich habe Angst Um diese Kraft zu nutzen, ist ein kleiner sprachlicher und gedanklicher Schritt notwendig, den wir in der Therapie oft üben. Es ist die Unterscheidung zwischen dem, was wir haben, und dem, wer wir sind. Sie haben vielleicht gerade Herzklopfen, schlaflose Nächte oder panische Gedanken. Das sind Zustände Ihres psychophysischen Organismus. Aber ich bin nicht die Angst Aber Sie sind mehr als das. Sie sind die Person, die diese Zustände wahrnimmt und sich dazu verhalten kann. Die Trotzmacht erlaubt uns zu sagen: „Ja, die Angst ist da, und sie ist unangenehm. Aber sie ist nicht der Chef in meinem Haus. Ich entscheide mich für das, was mir wichtig ist, auch wenn die Angst im Gepäck ist.“ Unseren geistigen Muskel trainieren Diese Haltung ist kein Schalter, den man einfach umlegt, sondern eher wie ein Muskel, der trainiert werden möchte. In meiner Praxis unterstützen wir diesen Trainingsprozess. Wir suchen nach Situationen, in denen Sie sich bisher von Ihren Ängsten haben einschränken lassen, und entwerfen kleine Experimente des Mutes. Das kann bedeuten, ein Telefonat zu führen, obwohl die Stimme zittert, oder zu einer Verabredung zu gehen, obwohl man sich am liebsten verkriechen würde. Jedes Mal, wenn Sie trotz des Gefühls für einen Wert handeln, wächst Ihre Trotzmacht. Sie erleben Selbstwirksamkeit. Sie erfahren, dass Sie dem Leben nicht ausgeliefert sind, sondern dass Sie ihm, im wahrsten Sinne des Wortes, die Stirn bieten können.  

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Angst, Entscheiden, Panik

Panikattacken im Supermarkt?

Erste Hilfe für den Alltag! Für viele Menschen ist der Wocheneinkauf eine reine Routineangelegenheit. Doch für Betroffene von Panikattacken kann der Gang durch den Supermarkt zur reinsten Tortur werden. Vielleicht kennen Sie dieses Szenario. Sie stehen in der Schlange an der Kassa, hinter Ihnen warten andere Kunden, vorne geht es nicht weiter. Plötzlich verändert sich alles. Das Licht wirkt grell, die Geräusche werden dröhnend laut, das Herz beginnt zu rasen und der Schweiß bricht aus. Ein einziger Gedanke hämmert im Kopf. „Ich muss hier raus, sonst kippe ich um.“ In meiner Praxis berichten mir Klienten oft von der großen Scham, die mit diesen Momenten einhergeht. Doch ich möchte Ihnen versichern, das, was Ihr Körper da tut, ist keine Fehlfunktion, für die Sie sich schämen müssen, sondern eine Alarmreaktion, die wir verstehen und beruhigen können. Der Blick nach außen… In dem Moment, in dem die Panik aufsteigt, neigen wir fast automatisch dazu, unseren „inneren Scheinwerfer“ auf uns selbst zu richten. Wir horchen in den Körper hinein. Schlägt das Herz noch schneller? Werden die Knie weich? Doch genau diese angstvolle Selbstbeobachtung wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die Panik. … statt nach innen Die Logotherapie bietet hier mit der Dereflexion eine wirkungsvolle Gegenstrategie an. Das bedeutet, die Aufmerksamkeit ganz bewusst von sich selbst weg und hin zu den Dingen in der Welt zu lenken. Wenn Sie die Unruhe spüren, versuchen Sie, Ihren Blick gezielt auf die Umgebung zu richten. Lesen Sie die Inhaltsstoffe auf der Cornflakes-Packung vor Ihnen. Zählen Sie die roten Gegenstände im Regal oder studieren Sie die Frisur der Person vor Ihnen im Detail. Den Kreislauf der Angst… Indem Sie sich auf eine konkrete, neutrale Aufgabe im Außen konzentrieren, entziehen Sie der Angst die Energie. Unser Gehirn kann sich nur schwer auf zwei Dinge gleichzeitig fokussieren, wie auf die Panik und auf das genaue Lesen eines Etiketts. Es geht dabei nicht darum, die Angst zu verdrängen, sondern den Fokus zu verschieben. Sie bleiben handlungsfähig, indem Sie sich der Welt zuwenden, statt im Inneren zu versinken. … unterbrechen Erlauben Sie sich in diesen Momenten auch kleine, hilfreiche Handlungen. Greifen Sie fest den Griff des Einkaufswagens, um den Bodenkontakt zu spüren, oder atmen Sie bewusst tief aus. Sagen Sie sich innerlich „Es ist unangenehm, aber es geht vorbei. Ich bleibe hier und kaufe meine Milch.“ Das Signal… Diese Erste-Hilfe-Strategien sind wertvolle Werkzeuge, um den Alltag wieder zu bewältigen und Rückzugsverhalten zu vermeiden. Doch eine Panikattacke ist meist mehr als nur ein körperliches Gewitter. Sie ist oft ein Wegweiser der Seele. Wenn der akute Sturm vorüber ist, lohnt es sich, in der Ruhe der therapeutischen Begegnung nach den Ursachen zu forschen. Wovor will mich die Angst vielleicht beschützen? Wo in meinem Leben ist mir etwas „zu eng“ geworden, sodass mir im Supermarkt die Luft wegbleibt? … verstehen In der Praxis schauen wir uns nicht nur das Symptom an, sondern fragen nach dem Sinn dahinter. Denn wenn wir verstehen, was die Seele uns sagen möchte, muss sie nicht mehr so laut schreien.

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Panik, Angst, Selbsthilfe

Der innere Tyrann dominiert?

Zwänge diktieren den Alltag? Es beginnt oft schleichend und harmlos. Man kontrolliert ein zweites Mal, ob die Haustür wirklich verschlossen ist. Man wäscht sich die Hände etwas gründlicher als nötig. Doch für viele Menschen wird aus dieser Vorsicht im Laufe der Zeit ein unsichtbares Gefängnis. Wenn Zwänge das Ruder übernehmen, fühlt sich das Leben nicht mehr frei an, sondern diktiert. Ein innerer Tyrann scheint ständig Befehle zu geben. „Zähl das noch einmal!“, „Fass das nicht an!“, „Denk bloß nicht diesen Gedanken!“. In meiner Praxis begegne ich Menschen, die unter dieser Herrschaft leiden und oft viel Kraft aufwenden, um gegen diese Impulse anzukämpfen und ihre Zwänge zu überwinden. In der Logotherapie versuchen wir, die Funktion dieser Zwänge zu verstehen, um ihnen anschließend die Macht zu entziehen. Ein Bemühen um Sicherheit… Wenn wir hinter die Kulissen des Zwangs blicken, entdecken wir fast immer eine tiefe Sehnsucht nach Sicherheit. Das Leben ist von Natur aus unsicher und voller Risiken. Wir können nie zu hundert Prozent garantieren, dass kein Unglück geschieht. Für manche Menschen ist diese unvermeidbare Ungewissheit jedoch kaum auszuhalten. … ist trügerisch Der Zwang bietet hier eine scheinbare Lösung an. Er verspricht, dass alles gut wird, solange man sich nur strikt an bestimmte Rituale hält. Der Zwang ist also eigentlich kein Feind, sondern ein, wenn auch missglückter, Versuch der Seele, mit der Angst vor dem Unvorhersehbaren umzugehen. Er ist der Versuch, absolute Kontrolle in einer Welt zu erlangen, die sich nicht kontrollieren lässt. Der Kampf gegen die Gedanken  Das Tückische am Zwang ist seine Dynamik. Je mehr wir versuchen, die drängenden Gedanken zu unterdrücken oder gegen sie zu argumentieren, desto lauter werden sie. Es ist, als würde man versuchen, eine sprudelnde Quelle mit der bloßen Hand zuzuhalten. Dabei wird der Druck nur größer. In der Logotherapie wählen wir daher oft einen anderen Weg. Statt mit dem „inneren Tyrannen“ zu diskutieren, lernen wir, ihn mit einer gewissen Distanz zu betrachten. Wir nutzen die „Trotzmacht des Geistes“, um uns nicht mehr bedingungslos von der Angst erpressen zu lassen. Wir erkennen an: „Da ist wieder dieser Gedanke, der mir Angst machen will.“ Aber wir müssen ihm nicht gehorchen. Zwänge überwinden Der Weg aus dem Zwang führt oft über das Zulassen von kleinen Unsicherheiten. Es ist das Wagnis, dem Leben wieder ein Stück weit zu vertrauen, ohne für alles eine Garantie zu haben. Das bedeutet, dem inneren Tyrannen Schritt für Schritt den Gehorsam zu verweigern. Vielleicht waschen wir die Hände einmal nicht sofort, sondern erst nach einer Minute. Vielleicht lassen wir eine kleine Unordnung bewusst zu. Mut zur Lücke wagen  In meiner Praxis üben wir gemeinsam diesen humorvollen und mutigen Widerstand. Wir lernen, über den pedantischen Tyrannen im Kopf vielleicht sogar ein wenig zu schmunzeln, anstatt vor ihm zu zittern. Denn wer gelernt hat, mit der Unvollkommenheit und dem Restrisiko des Lebens Frieden zu schließen, braucht die falsche Sicherheit des Zwangs nicht mehr.  

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Zwang, Angst, Panik

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Praxis für Psychotherapie in Wien 1010 – zentral erreichbar im ersten Bezirk

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