Langeweile raubt die Lebenskraft?

Chronische Langeweile macht krank! Stellen Sie sich einen hochentwickelten Rennwagen vor, dessen Motor für Höchstgeschwindigkeiten und dynamische Kurven konstruiert wurde. Wird dieses Fahrzeug jahrelang ausschließlich in einer engen Garage geparkt und im Leerlauf stehen gelassen, nimmt es paradoxerweise genauso Schaden, als würde man es ununterbrochen überhitzen. Die Reifen werden spröde, die Flüssigkeiten verharzen, das System verkümmert. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft blicken wir fast ausschließlich auf jene Menschen, die im rasenden Tempo des Alltags kurz vor dem Überhitzen stehen. Sinnstiftende Arbeit für Lebenskraft Das Phänomen Burnout ist allgegenwärtig. Doch in der psychotherapeutischen Praxis begegnen uns immer häufiger Klientinnen und Klienten, deren System durch das exakte Gegenteil blockiert wird: durch chronische Unterforderung, gähnende Leere und das schmerzhafte Gefühl, am Arbeitsplatz unsichtbar zu sein. Viele Betroffene kommen mit dem verständlichen Wunsch zu uns, diese quälende Apathie doch bitte schnell „wegzumachen“, um im Alltag wieder reibungslos und ohne inneren Widerstand zu funktionieren. Sie plagen sich mit Schamgefühlen, weil sie glauben, ihr Zustand sei bloße Faulheit. Doch die menschliche Psyche leidet unter dem Stillstand oft noch massiver als unter der Bewegung. Reframing des Symptoms Das Phänomen Boreout wird im privaten und beruflichen Umfeld fälschlicherweise oft als „Jammern auf hohem Niveau“ abgetan. Wer fürs Nichtstun bezahlt wird, so das oberflächliche Klischee, müsse doch glücklich sein. In der Realität ist die Kombination aus chronischer Unterforderung, gähnender Langeweile und der permanenten Notwendigkeit, Beschäftigung vorzutäuschen, ein tiefgreifender Krankheitsfaktor. Boreout als seelischer Notruf Symptome wie bleierne Müdigkeit, depressive Verstimmungen, ausgeprägte Selbstzweifel oder körperliche Beschwerden wie Kopf- und Magenschmerzen sind keine Anzeichen von Trägheit oder persönlichen Defekten. Sie sind hochfunktionale Notsignale Ihrer Psyche. Sie zeigen unmissverständlich an, dass Ihr Potenzial brachliegt, Ihre Werte mit Füßen getreten werden und Ihr Leben in einer künstlichen Warteschleife feststeckt. Das Symptom ist kein Schaden, den man stummschalten sollte – es ist der dringende Beweis, dass Ihre Seele nach Sinn hungert. Die therapeutische Haltung In der Existenzanalyse betrachten wir ein Boreout als eine akute Form des „existenziellen Vakuums“ – einen Zustand, in dem dem eigenen Handeln die spürbare Bedeutung fehlt. Unsere therapeutische Haltung basiert dabei auf einer unerschütterlichen, entlastenden Gewissheit: Der innerste, gesunde Kern Ihrer Person bleibt immer intakt. Auch wenn Sie sich nach Monaten oder Jahren der Unterforderung taub, mutlos und völlig antriebslos fühlen, ist Ihre Lebenskraft nicht verschwunden. Sie ist lediglich unter einer dicken Schicht aus Frustration erstarrt. Die Erstarrung auflösen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten arbeiten hier nicht als Mechaniker, die ein mangelhaftes Rädchen neu justieren, um Sie wieder passend für ein sinnentleertes System zu machen. Wir verstehen uns als verlässliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf Augenhöhe. Gemeinsam reparieren wir nichts an Ihnen, sondern legen diesen lebendigen, gesunden Kern behutsam wieder frei. Aktivierung und Ausblick Der Weg aus dem Boreout führt nicht über passive Anpassung, sondern über die mutige Reaktivierung Ihrer Selbstwirksamkeit. Viktor Frankl prägte den wegweisenden Gedanken, dass wir nicht das Leben fragen können, was es uns gibt, sondern dass das Leben uns Fragen stellt, auf die wir antworten müssen. Psychotherapie bietet Ihnen den geschützten, bewertungsfreien Raum für diese gemeinsame Entdeckungsreise und einen authentischen Neubeginn. Aufgaben leben, die Sie „meinen“ Sie sind der lähmenden Situation nicht hilflos ausgeliefert. Gemeinsam mobilisieren wir Ihre verborgenen Ressourcen und erforschen, welche Werte, Interessen und Aufgaben Sie im Tiefsten berühren, was Sie in dieser Welt im wahrsten Sinne des Wortes „meint“. Indem Sie lernen, Ihre eigenen Bedürfnisse wieder ernst zu nehmen und Ihre Gestaltungsspielräume aktiv zu nutzen, verwandelt sich die Wüste der Unterforderung Schritt für Schritt in ein selbstbestimmtes, sinnerfülltes Leben.

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Sinn, Erschöpfung

Nahe (Bildschirm) Distanz?

Der Bildschirm bietet Schutz! Ob Homeoffice, digitale Teammeetings oder das schnelle Videotelefonat mit Freundinnen und Freunden – unser Alltag hat sich in den letzten Jahren rasant in den virtuellen Raum verlagert. Es spart Zeit, ist maximal flexibel und passt sich mühelos jedem Terminkalender an. Angesichts dieser digitalen Effizienz blickt manch eine Patientin oder ein Patient mit einer klaren Erwartungshaltung auf die Psychotherapie. Echte Präsenz mit tiefer Resonanz Kann man die seelischen Baustellen nicht einfach auch schnell per Mausklick „reparieren“ lassen, ohne den Weg in die Praxis auf sich nehmen zu müssen? Der Wunsch, den therapeutischen Prozess unkompliziert und pragmatisch in ein vollgepacktes Leben zu integrieren, ist absolut verständlich. Doch eine therapeutische Sitzung ist kein gewöhnliches Business-Meeting. Wenn es um die tiefen Fragen unseres Lebens geht, verändert das Medium den Raum. Es lohnt sich, genauer hinzusehen, wann digitale Distanz ein Segen ist und wann das physische Gegenüber unersetzlich wird. Die Sehnsucht nach Distanz Manche Hürden auf dem Weg in eine psychotherapeutische Praxis sind nicht geografischer Natur, sondern seelischer. Wenn Klientinnen und Klienten unter massiven Ängsten, tiefen Schamgefühlen, Panikattacken oder einer lähmenden depressiven Erschöpfung leiden, kann schon der bloße Gedanke an den Weg vor die Haustür eine unüberwindbare Barriere darstellen. In solchen Momenten ist die Bevorzugung einer Online-Sitzung kein Zeichen von Bequemlichkeit oder ein Defekt in der Motivation. Ein heilsamer Schutzschild Im Gegenteil. Die digitale Distanz fungiert hier als hochfunktionales Schutzschild der Psyche. Der eigene, sichere Raum zu Hause ermöglicht es, überhaupt erst einen Fuß in die therapeutische Tür zu bekommen. Der Bildschirm schafft eine kontrollierbare Distanz, die paradoxerweise erst die Nähe zulässt, die es braucht, um über schmerzhafte Themen zu sprechen. Online-Therapie ist hier kein Notbehelf, sondern eine wertvolle Brücke, die Isolation überwindet. Die existentielle Resonanz In der Existenzanalyse gehen wir davon aus, dass der tiefste, gesunde Kern des Menschen immer intakt bleibt – völlig unabhängig davon, ob wir über Pixel kommunizieren oder uns physisch gegenübertreffen. Und dennoch kennt die Existenzanalyse eine wesentliche Dimension: die leibliche Präsenz und die echte Begegnung. Wenn Sie mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten im selben Raum sitzen, teilt sich weit mehr mit als nur das gesprochene Wort. Das gemeinsame Schweigen, das sanfte Atmen im Raum, die unbewusste Körpersprache und die geteilte Atmosphäre entfalten eine ganz eigene Resonanz. Die Couch atmet eine andere Tiefe Im physischen Raum gibt es keine „Ablenkung durch den eigenen Monitor“, keinen plötzlichen Verbindungsabbruch und keine digitale Flachheit. Manche existentielle Erfahrungen, wie das gemeinsame Aushalten von tiefer Trauer oder der Moment, in dem man sich im Blick des anderen bedingungslos angenommen fühlt, brauchen oft die physische Verankerung des Raumes, um sich ganz entfalten zu können. Den eigenen Raum wählen Die Frage „Online oder Couch?“ ist daher kein Entweder-oder, sondern ein dynamischer Gestaltungsraum für Ihre Selbstwirksamkeit. Therapie bedeutet bei uns nicht, ein starres Format passiv zu erdulden, sondern aktiv zu wählen, was Sie in Ihrer aktuellen Lebensphase für Ihr inneres Wachstum wirklich brauchen. Sie haben die Freiheit, Formate zu kombinieren. Bewusste Beziehungs­gestaltung wählen Vielleicht beginnen Sie online, um in einem Moment akuter Erschöpfung Kraft zu sparen und Barrieren abzubauen, und wechseln später auf die Couch, um die heilsame Kraft der physischen Präsenz für Ihren authentischen Neubeginn zu nutzen. Am Ende ist nicht die Technologie entscheidend, sondern Ihre Bereitschaft, sich auf die gemeinsame Entdeckungsreise einzulassen. Sie bestimmen das Tempo und den Rahmen, auf dem Weg zu einem stimmigen und selbstbestimmten Leben.

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Erschöpfung, Depression

Die unsichtbare Last unter der Maske?

Perfektes Funktionieren im Alltag? Stellen Sie sich eine glanzvolle Theateraufführung vor: Das Bühnenbild ist makellos, die Schauspielerinnen und Schauspieler agieren fehlerfrei, und das Publikum applaudiert begeistert. Niemand hinter den Kulissen sieht, mit wie viel zitternder Kraft die Crew im Verborgenen die bröckelnden Wände abstützen muss, damit die Kulisse nicht live in sich zusammenbricht. Wahre Entlastung erleben In der psychotherapeutischen Praxis begegnen uns täglich Menschen, die genau dieses Kunststück in ihrem eigenen Leben vollbringen. Sie glänzen mit Top-Leistungen im Job, schmeißen den Haushalt perfekt und schenken ihrem Umfeld ein herzliches Lächeln. Nach außen hin „funktionieren“ sie reibungslos. Doch sobald die Haustür ins Schloss fällt und die Maske ungesehen abfällt, bleibt nur noch eine lähmende Leere und eine bodenlose, bleierne Erschöpfung. Der Wunsch, den Schein im Alltag krampfhaft aufrechtzuerhalten und die dunklen Phasen im Verborgenen wegzumachen, ist ein zutiefst verständlicher Schutzreflex. Aber ein Mensch ist kein Schauspieler, der zu einer lebenslangen Performance auf einer instabilen Bühne verdammt ist. Gefährliche Tarnung Dieses Phänomen, die eigenen tiefen depressiven Gefühle hinter einer perfekt optimierten Alltagsfassade zu verbergen, nennt man in der Psychologie „Masking“. Es ist ein ununterbrochener, gigantischer Kraftakt, der Betroffenen die allerletzten psychischen Ressourcen raubt. Die Symptome einer hochfunktionalen Depression, wie chronische Freudlosigkeit, ein ständiges Gefühl von Getriebensein bei gleichzeitiger innerer Leere und das Unvermögen, echte Verbundenheit zu spüren, sind keine persönlichen Defekte oder ein Mangel an Disziplin. Funktionieren kann erschöpfen Sie sind die lautlosen, aber dringenden Warnleuchten der Psyche. Sie signalisieren unmissverständlich, dass die Schere zwischen dem im Außen gespielten Leben und der inneren, schmerzhaften Realität viel zu weit auseinandergedriftet ist. Wer diese Signale durch noch mehr Selbstoptimierung stummschaltet, löst das Problem nicht. Er beschleunigt lediglich den inneren Ausbrennvorgang unter der glänzenden Oberfläche. Hinter der Fassade In der Existenzanalyse arbeiten wir mit einer fundamentalen, zutiefst entlastenden Gewissheit: Der innerste, gesunde Kern eines jeden Menschen bleibt immer intakt. Ganz gleich, wie taub, grau oder erschöpft Sie sich unter dem Druck Ihrer perfekten Fassade fühlen. Sie sind nicht kaputt. Wenn das Leben seine Farbe verliert und das Lächeln zur bloßen Anstrengung wird, benötigen Sie keine mechanische Reparatur, um noch effizienter für die Erwartungen anderer zu spüren. Gesundes wiederentdecken Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten agieren hier nicht als Mechaniker, sondern als verlässliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf Augenhöhe. In der Therapie kreieren wir einen vollkommen bewertungsfreien, sicheren Schutzraum, in dem Sie die zentnerschwere Maske Schicht für Schicht und im eigenen Tempo ablegen dürfen. Es geht darum, Ihre verschütteten, echten Werte und Gefühle behutsam wieder freizulegen. Maske ablegen, Leben spüren Sich einzugestehen, dass man die schwere Rüstung des fehlerfreien Funktionierens nicht mehr alleine tragen kann und will, ist kein Zeichen von Scheitern. Es ist der allererste, mutige Akt proaktiver Selbstführung und echter Selbstwirksamkeit. Psychotherapie ermöglicht Ihnen den Ausstieg aus einer Rolle, die Sie nur noch kraftlos erdulden, hin zur aktiven Autorenschaft über Ihr eigenes Leben. Ins echte Gestalten finden Diese gemeinsame Entdeckungsreise verlangt Mut zur Wahrheit, bringt aber eine unschätzbare Freiheit mit sich. Sie müssen nicht mehr perfekt sein, um wertvoll zu sein. Indem Sie lernen, gesunde Grenzen zu setzen und Ihre wahren Bedürfnisse im Alltag zu verankern, beenden Sie den inneren Raubbau. Sie beginnen, Ihr Leben so umzugestalten, dass es sich nicht mehr nur von außen betrachtet gut ansieht, sondern sich von innen heraus wieder echt, lebendig und zutiefst sinnvoll anfühlt.

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ADHS, Depression, Erschöpfung

„Andere haben es doch viel schwerer“!

Schmerz braucht keinen Vergleich! Es ist ein Satz, den ich in meiner Praxis sehr oft höre, oft gleich zu Beginn oder als entschuldigender Nachsatz. „Eigentlich darf ich mich ja gar nicht beschweren. Ich habe einen Job, ein Dach über dem Kopf, und wenn man sich ansieht, was in der Welt los ist… andere haben es viel schwerer.“ Dieser Gedanke scheint auf den ersten Blick vernünftig, vielleicht sogar bescheiden. Doch in Wahrheit ist er eine Falle. Er ist ein Versuch, das eigene Leiden zu relativieren und damit oft auch unbewusst abzuwerten. Wir stellen unsere Sorgen auf eine Waage und wollen unseren Schmerz vergleichen, mit dem Schicksal anderer, in der Hoffnung, dass unser eigenes Gewicht dadurch verschwindet. Aber Gefühle funktionieren nicht nach den Gesetzen der Mathematik. Leid ist wie Luft In der Logotherapie, haben wir dafür ein sehr treffendes Bild. Für uns ist das Leiden des Menschen wie Luft. Wenn man eine bestimmte Menge Luft in einen Raum pumpt, füllt es den Raum immer vollständig und gleichmäßig aus, egal, wie groß der Raum ist. Genauso ist es mit dem Leid. Egal, wie „klein“ oder „banal“ der Anlass von außen betrachtet wirken mag, er füllt die Seele des betroffenen Menschen ganz aus. Ein subjektiv empfundener Schmerz ist immer absolut. Wer Liebeskummer hat, leidet ganz. Wer im Job unter Druck steht, leidet ganz. Es hilft demjenigen, der Zahnschmerzen hat, nicht im Geringsten zu wissen, dass jemand anderes ein Bein gebrochen hat. Der Schmerz ist deswegen nicht weniger real. Schmerz vergleichen? Warum vergleichen wir uns dann trotzdem so oft? Meistens ist es ein Schutzmechanismus. Wenn wir uns sagen, dass unser Problem „nicht schlimm genug“ ist, versuchen wir, uns die Erlaubnis zu Fühlen zu entziehen. Wir wollen nicht schwach wirken, gerade auch nicht vor uns selbst. Die Flucht vor den eigenen Gefühlen Doch das Unterdrücken von Gefühlen führt selten dazu, dass sie verschwinden. Sie suchen sich oft andere Wege. Sei es über den Körper, über Schlafstörungen oder eine schleichende Gereiztheit. Ihr Recht auf Unterstützung Es gibt keine Eintrittskarte für Therapie oder Beratung, die man sich erst durch ein „ausreichend schweres“ Schicksal verdienen muss. Sie müssen nicht erst am Boden liegen, um Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen. Im Gegenteil. Sich um die eigene psychische Gesundheit zu kümmern, bevor die Last unerträglich wird, ist ein Zeichen von Selbstfürsorge und Verantwortung. Wenn Sie spüren, dass Sie nicht mehr im Gleichgewicht sind, dass die Freude fehlt oder Ängste den Alltag bestimmen, dann ist das Grund genug. Ihr Empfinden ist der Maßstab, nicht das Leid der anderen. Sie dürfen Ihren Schmerz ernst nehmen. Nur dann kann er sich auch wandeln.  

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Therapiebeginn, Erschöpfung, Krise

Montagmorgen-Gefühl für immer?

Vom Abarbeiten zurück ins Erleben finden! Kennen Sie diesen Zustand, wenn der Kalender voll ist, aber das eigene Innere seltsam leer bleibt? Für viele Menschen fühlt sich nicht mehr nur der Wochenstart mühsam an, sondern jeder einzelne Tag wird zu einem steilen Berg, den es zu erklimmen gilt. Man wacht auf und der erste Gedanke gilt der To-Do-Liste. Wir funktionieren, wir leisten, wir haken Punkt für Punkt ab. Doch am Ende des Tages, wenn alles erledigt ist, stellt sich keine Zufriedenheit ein, sondern nur eine chronische Erschöpfung und bleierne Müdigkeit. In der Logotherapie betrachten wir diese chronische Erschöpfung oft nicht als reines Energieproblem, sondern als eine Disbalance zwischen Geben und Nehmen. Wir haben verlernt, das Leben auf uns wirken zu lassen, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, es zu bewältigen. Die Falle des ständigen „Abarbeitens“ Unsere moderne Welt applaudiert uns meist für das, was wir leisten. Wir definieren uns über unsere Produktivität. In der Hektik des Alltags rutschen wir dadurch schnell in einen Modus des reinen „Abarbeitens“. Das Leben wird zu einer Abfolge von Aufgaben, die erledigt werden müssen, um Ruhe zu haben. Doch diese Ruhe kommt oft nicht, weil nach der Aufgabe vor der Aufgabe ist. Wenn wir nur noch Ausatmende sind, also Gebende, Schaffende und Leistende, brennen wir aus. Unsere Seele benötigt, genau wie unser Körper beim Atmen, auch das Einatmen. In der Existenzanalyse nennen wir das die Erlebniswerte. Das sind Momente, in denen wir nichts leisten müssen, sondern die Welt in uns aufnehmen dürfen, wie die Schönheit der Natur, die Wärme einer Begegnung oder den Genuss von Kunst und Stille. Kleine Fenster zum Leben öffnen Der Weg aus der chronischen Erschöpfung führt selten über noch mehr Anstrengung oder eiserne Disziplin. Er führt über die behutsame Rückkehr ins Spüren. Es geht darum, wieder Momente zu schaffen, in denen Sie nicht Zweck erfüllend tätig sind, sondern einfach nur da sind. Das klingt in einem stressigen Alltag oft wie eine Utopie, doch es beginnt im Kleinen. Raus aus der chronischen Erschöpfung Es ist der bewusste Entschluss, den Kaffee am Morgen nicht nebenbei hinunterzustürzen, während man E-Mails checkt, sondern ihn für zwei Minuten wirklich zu schmecken. Es ist der Blick in den Himmel auf dem Weg zur Arbeit, bei dem man kurz innehält, statt auf das Smartphone zu starren. Diese kleinen „Fenster zum Leben“ unterbrechen den Modus des Abarbeitens. Sie signalisieren Ihrer Psyche „Ich bin nicht nur eine Arbeitsmaschine, ich bin ein erlebender Mensch“. Der Mut zur zweckfreien Zeit In meiner Praxis lade ich Sie ein, diese Fähigkeit zum Erleben wiederzuentdecken. Oft ist unser „Genuss-Muskel“ verkümmert, und wir fühlen uns schuldig, wenn wir nichts „Nützliches“ tun. Doch genau diese zweckfreie Zeit ist es, die uns nährt. Erarbeiten wir gemeinsam Strategien, wie Sie trotz der hohen Anforderungen kleine Inseln des Erlebens in Ihren Tag integrieren können. Suchen wir nach dem, was Sie berührt und was Ihnen Kraft gibt, ohne dass es ein Ergebnis liefern muss. Wenn wir lernen, die Welt wieder auf uns wirken zu lassen, statt sie nur zu bearbeiten, wandelt sich die graue Erschöpfung Schritt für Schritt wieder in ein buntes, spürbares Leben. Sie dürfen sich erlauben, Empfangender zu sein. Das ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für Ihre seelische Gesundheit.  

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Erschöpfung, Burnout, Freiheit

 Die innere Leere füllen – oder einfach „Leben“?

Mehr als nur Funktionieren! Kennen Sie das Gefühl, dass Ihr Alltag wie ein gut geöltes Uhrwerk abläuft? Sie stehen auf, erledigen Ihre Pflichten, sind im Job verlässlich und kümmern sich um Ihre Familie. Von außen betrachtet scheint alles perfekt, doch wenn es abends ruhig wird, spüren Sie eine seltsame Hohlheit, eine innere Leere. Die innere Leere mit Sinn füllen Es ist, als ob man ein Drehbuch abspielt, das man nicht selbst geschrieben hat. In der Logotherapie nennen wir diesen Zustand das „existenzielle Vakuum“. Es ist der schmerzhafte Unterschied zwischen dem bloßen Funktionieren, dem reibungslosen Abarbeiten von Notwendigkeiten und dem wirklichen Leben, das uns innerlich berührt und erfüllt. Die Sehnsucht nach dem „Wofür“ Wir leben in einer Zeit, die uns technisch und materiell viele Möglichkeiten bietet, uns aber oft die Antwort auf die wichtigste Frage schuldig bleibt. Wofür tue ich das alles? Wenn wir nur funktionieren, reagieren wir lediglich auf den Druck und die Erwartungen von außen. Wir werden „getrieben“. Echtes Leben beginnt jedoch dort, wo wir wieder spüren, dass unser Handeln auf einen Wert ausgerichtet ist. Die innere Leere, die viele Menschen als dumpfen Druck oder Unruhe wahrnehmen, ist dabei kein Zeichen von Krankheit, sondern ein gesundes Aufbegehren des Geistes. Es ist der Ruf nach Sinn, der gehört werden möchte. Wir versuchen oft, diese Leere mit Konsum, Unterhaltung oder noch mehr Arbeit zu füllen, doch der Hunger nach Sinn lässt sich damit nicht stillen. Der Wandel der Blickrichtung Um vom Funktionieren zurück ins Leben zu finden, braucht es oft nur eine kleine, aber entscheidende Änderung der Blickrichtung. In meiner Praxis lade ich Sie ein, die Frage umzudrehen. Statt zu fragen „Was habe ich vom Leben zu erwarten?“, dürfen wir uns fragen „Was erwartet das Leben heute von mir?“ Das muss nichts Großes oder Weltbewegendes sein. Oft liegt der Sinn im Kleinen verborgen, beispielsweise in einem aufmerksamen Gespräch, in der Fürsorge für eine Pflanze, im Genuss eines Augenblicks oder im tapferen Ertragen einer schwierigen Situation. Wenn wir uns fragen „Wofür lohnt es sich heute aufzustehen?“, aktivieren wir unsere innerste Motivation. Wir beginnen wieder zu agieren, statt nur zu reagieren. Den eigenen Rhythmus wiederfinden Der Weg aus dem bloßen Funktionieren ist ein Prozess der Wiederentdeckung. Wir legen gemeinsam die Verschüttungen frei, die den Zugang zu Ihrem gesunden Kern blockieren. Es geht darum, wieder hellhörig zu werden für das, was Sie als stimmig und wertvoll empfinden. In einer Atmosphäre der Ruhe und Wertschätzung schauen wir uns an, wo Sie sich selbst abhandengekommen sind und wo Sie wieder „Ja“ zu Ihrem eigenen Leben sagen können. Unser Ziel ist nicht, dass Sie noch besser funktionieren, sondern dass Sie wieder Spuren hinterlassen, die für Sie Bedeutung haben. Denn ein Leben, das als sinnvoll empfunden wird, kennt keine Leere. Es ist voll von Aufgaben, die nur darauf warten, von Ihnen ergriffen zu werden.

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Sinn, Entscheiden, Erschöpfung, Freiheit
ADHS bei Erwachsenen

ADHS bei Erwachsenen – Rhythmus im Chaos finden!

Chaos im Kopf? Vielleicht kennen Sie das Gefühl. Sie sind intelligent, kreativ und engagiert, doch der strukturierte Alltag entgleitet Ihnen immer wieder. Ist das ADHS? Viele Erwachsene, die zu mir in die Praxis kommen, haben jahrzehntelang versucht, in einer Welt zu funktionieren, die für „lineare“ Köpfe gebaut wurde. Das Gefühl, nie ganz ins Raster zu passen? Sie tragen die Last von tausend angefangenen Projekten, ständiger innerer Unruhe und dem leisen, aber hartnäckigen Vorwurf an sich selbst, nie das volle Potenzial auf die Straße zu bringen. Kein Defekt Eine späte ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter bringt oft Erleichterung, aber auch Fragen mit sich. Plötzlich hat das Chaos einen Namen. Aus Sicht der Existenzanalyse ist ADHS jedoch keine Ausrede und schon gar kein „Defekt“, der repariert werden muss. Eine Lebensbedingung Es ist eine neurobiologische Realität, eine Bedingung, mit der viele Menschen leben. Doch wie Viktor Frankl treffend formulierte: Wir sind nicht frei von Bedingungen, aber wir sind frei, uns zu ihnen zu verhalten. Ein alter Schmerz Oft geht mit dieser späten Erkenntnis auch eine leise Trauer einher. Eine Trauer um die vielen Jahre, in denen wir uns verbogen haben, und um den quälenden Gedanken: „Hätte ich es doch nur früher gewusst.“ Auch diesen Gefühlen dürfen wir bewusst Raum geben. Anerkennen Denn erst wenn wir diesen alten Schmerz anerkennen, kann ein echtes Mitgefühl für uns selbst entstehen. Wir lernen, den gnadenlosen inneren Kritiker, der uns so lange angetrieben hat, endlich leiser zu stellen. Die Maske (er)leben Viele Betroffene perfektionieren im Laufe ihres Lebens das sogenannte „Masking“. Sie lernen, ihre wahren Impulse und Symptome zu verbergen, um gesellschaftlichen Erwartungen zu entspreche, sei es im Beruf, in der Partnerschaft oder im Freundeskreis. Doch diese ständige Anpassungsleistung kostet Tag für Tag enorm viel Kraft und führt nicht selten in die totale Erschöpfung oder gar in ein Burnout. Gesicht zeigen und aufatmen In der Therapie lade ich meine Klienten immer dazu ein, diese schwere Maske Stück für Stück abzulegen. Es darf, ja soll ein Raum entstehen, in dem sie nicht funktionieren müssen, sondern einfach sein dürfen. Mit all ihren Eigenheiten, sprunghaften Gedanken und intensiven Emotionen. Die Erlaubnis zur absoluten Authentizität ist oft der erste und wichtigste Schritt zur tatsächlichen Entlastung. Werte als Kompass im Reizüberfluss Wenn die Exekutivfunktionen, also jene kognitiven Fähigkeiten, die für Planung und Struktur zuständig sind, streiken, reicht ein klassischer Zeitplan oft nicht aus. Hier setzt die Logotherapie an, indem wir den Fokus von der reinen Pflichterfüllung auf das richten, was uns wirklich am Herzen liegt. Wir erarbeiten unsere persönlichen Werte, fragen was unserem Leben Sinn gib, wofür wir wirklich „brennen“. Wenn wir diese Werte als unseren inneren Kompass nutzen, wird es deutlich leichter, im täglichen Reizüberfluss Prioritäten zu setzen. Aufgaben, die tief mit unseren Werten verbunden sind, fallen dann oft erstaunlich leicht und wecken jenen berühmten „Hyperfokus“, der eine der größten und faszinierendsten Stärken neurodivergenter Personen darstellt. Beziehungen leben… Auch im zwischenmenschlichen Bereich hinterlässt ein unentdecktes ADHS oft Spuren. Missverständnisse häufen sich, wenn die Aufmerksamkeitsspanne in Gesprächen fluktuiert, man dem Gegenüber unabsichtlich ins Wort fällt oder Impulsivität zu ungewollten Konflikten führt. Ein gemeinsamer Blick darauf, wie unser Gehirn Informationen verarbeitet, kann nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Liebsten enorm helfen. ..auf einem neuen Fundament Wir suchen gemeinsam nach Wegen, wie wir unsere Bedürfnisse in Zukunft klarer kommunizieren können, ohne uns rechtfertigen zu müssen. Schlussendlich geht um den Aufbau von Beziehungen, die nicht auf ständiger Anpassung, sondern auf echtem gegenseitigem Verständnis und tiefer Akzeptanz beruhen. Intaktes erkennen… In meiner Arbeit mit meinen Klienten geht es mir nicht darum, gegen ihr Gehirn zu arbeiten oder diese in ein starres Raster zu pressen. Wir begeben uns vielmehr gemeinsam auf die Suche nach unserem gesunden, unversehrten Kern. Gemeinsam schauen wir uns immer an, wo unsere verborgenen Stärken in der Impulsivität und Vielseitigkeit liegen? Wie können wir Strukturen schaffen, die nicht einengen, sondern Halt geben, um die Reizflut zu navigieren? … und im Chaos entdecken Es geht darum, Frieden mit der eigenen Art zu denken zu schließen. Wir sortieren gemeinsam das Chaos, lenken den Blick auf persönlichen Werte und entwickeln Strategien, um wieder das Steuer übernehmen zu können. Legen Sie ihre Maske ab Sie erkennen sich wieder? Dann lade ich Sie ein, ein Stück Ihres Weges gemeinsam mit mir zu gehen, ganz ohne Maske.  

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ADHS, Entscheiden, Erschöpfung

Der Akku ist leer?

Stress oder schon mehr? In unserem schnelllebigen Alltag gehört das Gefühl der Erschöpfung fast schon zum guten Ton. Wir eilen von Termin zu Termin, versuchen, allen Anforderungen gerecht zu werden, und trösten uns oft mit dem Gedanken an das nächste freie Wochenende. Doch was geschieht, wenn diese kurzen Pausen nicht mehr ausreichen? Wenn der Schlaf keine Erholung bringt und die Müdigkeit tiefer reicht als nur bis in die Knochen? In meiner Praxis begegne ich vielen Menschen, die sich genau an diesem Punkt befinden. Sie fragen sich, ob sie einfach nur urlaubsreif sind oder ob sie auf ein Burnout zusteuern. Die Antwort darauf liegt oft nicht in der Menge der Arbeit, sondern in der Frage nach dem Sinn. Das „Wozu“ geht verloren Stress ist meist eine Reaktion auf ein Zuviel an Anforderungen. Wir haben viel zu tun, der Druck ist hoch, aber wir wissen in der Regel noch, warum wir uns anstrengen. Ein Burnout hingegen kündigt sich oft leiser, aber tiefgreifender an. Es ist nicht allein die Last der Aufgaben, die uns erdrückt, sondern das schleichende Gefühl der Sinnentleerung. In der Logotherapie betrachten wir diese Form der Erschöpfung als ein bedeutendes, existenzielles Signal. Wenn wir über lange Zeit hinweg nur noch funktionieren und Rollen erfüllen, die nicht unserem inneren Wesen entsprechen, brennen wir aus. Das „innere Feuer“ erlischt nicht, weil wir zu viel brennen, sondern weil der Brennstoff, der erlebte Sinn, fehlt. Die Tätigkeit wird zur Mühsal, weil der innere Bezug dazu verloren gegangen ist. Signale der Seele ernst nehmen Diese tiefe Erschöpfung ist keine bloße Fehlfunktion, die man schnell reparieren muss, um wieder leistungsfähig zu sein. Vielmehr ist sie ein wertvoller, wenn auch schmerzhafter Hinweis Ihrer Seele. Sie fordert Sie auf, innezuhalten und sich ehrlich zu fragen: Wofür stehe ich morgens auf? Wo lebe ich an meinen eigenen Werten vorbei? Symptome wie innere Leere, Zynismus oder anhaltende Niedergeschlagenheit sind oft der Versuch unserer Psyche, uns vor einem „Weiter-so“ zu schützen. Es erfordert Mut, diese Signale nicht zu betäuben, sondern ihnen zuzuhören. Doch genau in diesem Hinhören liegt der Schlüssel zur Veränderung. Gesundes wieder freilegen In der gemeinsamen Arbeit geht es mir nicht darum, Sie wieder schnellstmöglich „fit“ für das Hamsterrad zu machen. Wir wollen vielmehr gemeinsam verstehen, was Ihr gesunder Kern, also jene Trotzmacht des Geistes, die auch im Burnout unversehrt bleibt, eigentlich braucht. Wir begeben uns deshalb auf die Suche nach den Quellen, die in Ihrem Leben verschüttet wurden. Unser Ziel ist, wieder Spuren von Sinn zu entdecken und das Leben so zu gestalten, dass es sich für Sie wieder stimmig anfühlt. Sie sind und bleiben aber immer der Experte für Ihr Leben. Ich begleite Sie lediglich dabei, den Blick wieder auf das zu richten, was Ihnen wirklich wertvoll ist. Denn wer ein „Wozu“ im Leben spürt, findet auch wieder Kraft für das „Wie“.

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Burnout, Erschöpfung

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Praxis für Psychotherapie in Wien 1010 – zentral erreichbar im ersten Bezirk

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