Der Akku ist leer?

Stress oder schon mehr? In unserem schnelllebigen Alltag gehört das Gefühl der Erschöpfung fast schon zum guten Ton. Wir eilen von Termin zu Termin, versuchen, allen Anforderungen gerecht zu werden, und trösten uns oft mit dem Gedanken an das nächste freie Wochenende. Doch was geschieht, wenn diese kurzen Pausen nicht mehr ausreichen? Wenn der Schlaf keine Erholung bringt und die Müdigkeit tiefer reicht als nur bis in die Knochen? In meiner Praxis begegne ich vielen Menschen, die sich genau an diesem Punkt befinden. Sie fragen sich, ob sie einfach nur urlaubsreif sind oder ob sie auf ein Burnout zusteuern. Die Antwort darauf liegt oft nicht in der Menge der Arbeit, sondern in der Frage nach dem Sinn. Das „Wozu“ geht verloren Stress ist meist eine Reaktion auf ein Zuviel an Anforderungen. Wir haben viel zu tun, der Druck ist hoch, aber wir wissen in der Regel noch, warum wir uns anstrengen. Ein Burnout hingegen kündigt sich oft leiser, aber tiefgreifender an. Es ist nicht allein die Last der Aufgaben, die uns erdrückt, sondern das schleichende Gefühl der Sinnentleerung. In der Logotherapie betrachten wir diese Form der Erschöpfung als ein bedeutendes, existenzielles Signal. Wenn wir über lange Zeit hinweg nur noch funktionieren und Rollen erfüllen, die nicht unserem inneren Wesen entsprechen, brennen wir aus. Das „innere Feuer“ erlischt nicht, weil wir zu viel brennen, sondern weil der Brennstoff, der erlebte Sinn, fehlt. Die Tätigkeit wird zur Mühsal, weil der innere Bezug dazu verloren gegangen ist. Signale der Seele ernst nehmen Diese tiefe Erschöpfung ist keine bloße Fehlfunktion, die man schnell reparieren muss, um wieder leistungsfähig zu sein. Vielmehr ist sie ein wertvoller, wenn auch schmerzhafter Hinweis Ihrer Seele. Sie fordert Sie auf, innezuhalten und sich ehrlich zu fragen: Wofür stehe ich morgens auf? Wo lebe ich an meinen eigenen Werten vorbei? Symptome wie innere Leere, Zynismus oder anhaltende Niedergeschlagenheit sind oft der Versuch unserer Psyche, uns vor einem „Weiter-so“ zu schützen. Es erfordert Mut, diese Signale nicht zu betäuben, sondern ihnen zuzuhören. Doch genau in diesem Hinhören liegt der Schlüssel zur Veränderung. Gesundes wieder freilegen In der gemeinsamen Arbeit geht es mir nicht darum, Sie wieder schnellstmöglich „fit“ für das Hamsterrad zu machen. Wir wollen vielmehr gemeinsam verstehen, was Ihr gesunder Kern, also jene Trotzmacht des Geistes, die auch im Burnout unversehrt bleibt, eigentlich braucht. Wir begeben uns deshalb auf die Suche nach den Quellen, die in Ihrem Leben verschüttet wurden. Unser Ziel ist, wieder Spuren von Sinn zu entdecken und das Leben so zu gestalten, dass es sich für Sie wieder stimmig anfühlt. Sie sind und bleiben aber immer der Experte für Ihr Leben. Ich begleite Sie lediglich dabei, den Blick wieder auf das zu richten, was Ihnen wirklich wertvoll ist. Denn wer ein „Wozu“ im Leben spürt, findet auch wieder Kraft für das „Wie“.

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Burnout, Erschöpfung

Wir sind keine Maschinen!

Therapie als Reparatur der Seele? Es ist ein ganz natürlicher Impuls: Wenn etwas schmerzt, wollen wir, dass es aufhört. Wenn unser Auto seltsame Geräusche macht, bringen wir es in die Werkstatt, der Mechaniker tauscht ein Teil aus, und der Wagen läuft wieder. Mit einer ähnlichen Hoffnung betreten viele Menschen erstmals eine psychotherapeutische Praxis. Der Wunsch ist verständlich: „Bitte machen Sie, dass diese Angst verschwindet“ oder „Reparieren Sie mich, damit ich wieder funktioniere.“ Symptome sind Signale… Doch leider lässt sich die menschliche Seele nicht wie ein Motor reparieren. Wir sind keine Maschinen, bei denen man defekte Teile einfach austauscht. Der Versuch, Symptome wie Traurigkeit, Erschöpfung oder Panik einfach nur „wegzumachen“, greift oft zu kurz. … aber kein „kaputt“-sein Denn diese Symptome sind selten bloße Fehlfunktionen. Meist sind es wichtige Signale. Sie weisen uns darauf hin, dass in unserem Leben etwas nicht mehr stimmig ist, dass wir Werte vernachlässigt haben oder dass eine Grenze zu lange überschritten wurde. Gesundes wiederentdecken Deshalb verstehe ich meine Aufgabe nicht als die eines Mechanikers, sondern eher als die eines Wegbegleiters. Ich kann und werde meine Patientinnen und Patienten nicht „heilen“ in dem Sinne, dass ich etwas an ihnen korrigiere, während sie passiv warten. Echte Veränderung geschieht immer dann, wenn wir gemeinsam verstehen, wozu das Symptom da ist und was es uns sagen will. Dieser Perspektivwechsel ist für viele zunächst ungewohnt, aber er ist unglaublich befreiend. Er bedeutet nämlich, dass meine Patientinnen und Patienten nicht „kaputt“ sind. In der Existenzanalyse gehen wir davon aus, dass der gesunde Kern der Person – das, was uns im Tiefsten ausmacht – immer intakt bleibt, auch wenn er momentan von Leid überlagert ist. Unsere Arbeit besteht deshalb darin, diesen gesunden Kern wieder freizulegen. Aktiv gestalten… Statt einer schnellen Reparatur gestalten wir gemeinsam ein Prozess der Entdeckung. Wir schauen uns an, über welche Ressourcen wir als Menschen verfügen und wie wir wieder Zugang zur eigenen Kraft finden. Das erfordert jedenfalls immer viel aktive Mitarbeit. Therapie ist keine Behandlung, die man über sich ergehen lässt, sondern eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben. … statt passiv erdulden Das Ziel ist dabei nicht das bloße Wiederherstellen des alten Zustands oder des „Funktionierens“, sondern oft ein Neubeginn. Wer sich vom Gedanken des Repariert-Werdens löst, gewinnt die Freiheit, sein Leben nicht nur wieder zu ertragen, sondern es neu und authentisch zu gestalten.

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Therapiebeginn, Erwartungen, Sinn

Die Begegnung auf Augenhöhe!

Ein Fundament legen! Der Schritt, sich professionelle Unterstützung zu suchen, erfordert oft Überwindung. Wenn wir uns körperlich oder seelisch nicht im Gleichgewicht fühlen, ist das eigene Selbstverständnis häufig erschüttert. Man betritt eine Praxis oft mit der unbewussten Erwartung, Verantwortung abzugeben und „behandelt“ zu werden. Veränderung ist möglich In vielen Bereichen des Gesundheitssystems ist dieses Gefälle zwischen dem wissenden Experten und dem hilfesuchenden Patienten noch immer der Standard. Doch für nachhaltige Veränderung und echte Genesung braucht es eine andere Basis: eine Begegnung auf Augenhöhe. Verbindung zulassen Dieses Prinzip ist mehr als nur eine höfliche Umgangsform; es ist eine therapeutische Notwendigkeit. In unserer Zusammenarbeit betrachte ich Sie nicht als passiven Empfänger einer Leistung, sondern als aktiven Gestalter Ihres Prozesses. Die Rollenverteilung ist dabei klar und dennoch partnerschaftlich. Ich bringe meine fachliche Expertise und meine Methoden ein. Mit Fachwissen und Lebenserfahrung Sie bleiben der unangefochtene Experte für Ihr eigenes Leben, Ihre Geschichte und Ihr inneres Erleben. Niemand kennt Ihre Situation so gut wie Sie selbst. Wenn diese beiden Perspektiven gleichberechtigt zusammenkommen, entsteht ein Arbeitsbündnis, das weit tragfähiger ist als bloße Ratschläge von außen. Veränderung anstreben Eine solche Haltung wirkt oft auch als Vorbild für den inneren Dialog. Viele Menschen neigen dazu, sehr streng mit sich selbst ins Gericht zu gehen, die eigenen Bedürfnisse zu ignorieren oder sich für ihre Beschwerden zu verurteilen. Ein neuer Blick auf den inneren Dialog Die Erfahrung, in einem professionellen Rahmen respektvoll, wertfrei und ernsthaft gehört zu werden, kann ein wichtiger Impuls sein, auch mit sich selbst wieder freundlicher umzugehen. „Auf Augenhöhe“ bedeutet in diesem Sinne auch, sich selbst wieder die Wertschätzung entgegenzubringen, die man anderen ganz selbstverständlich schenkt. Autonomie leben Ein Therapie- oder Coachingprozess, der auf diesem Verständnis fußt, bietet einen geschützten Raum. Es ist ein Raum, in dem Sie nicht funktionieren müssen, sondern sein dürfen. Es geht darum, gemeinsam Zusammenhänge zu verstehen und Lösungen zu entwickeln, die wirklich zu Ihrer Lebensrealität passen. Der Schlüssel zur persönlichen Entwicklung Wer sich in seiner Autonomie respektiert fühlt, kann sich leichter öffnen und findet schneller den Zugang zu den eigenen Ressourcen, die für Heilung und Entwicklung notwendig sind.  

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Therapiebeginn, Erwartungen, Sinn

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Praxis für Psychotherapie in Wien 1010 – zentral erreichbar im ersten Bezirk

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