Unendlich viele Türen?

Entscheidungs­angst raubt uns die Freiheit! Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einer riesigen Halle vor hunderten von geschlossenen Türen. Hinter jeder einzelnen wartet ein völlig anderer Lebensweg, eine andere Karriere, eine andere Beziehung oder eine andere Version von Ihnen selbst. Sie gehen von Klinke zu Klinke, wägen ab, vergleichen und verharren schließlich regungslos auf dem Flur – geplagt von der quälenden Sorge, die falsche Tür zu wählen und damit alle anderen großartigen Optionen für immer zu verlieren. Festlegung ordnet unser Leben Dieses Phänomen, das in unserer modernen Multioptionsgesellschaft oft als FOMO (Fear of Missing Out) bezeichnet wird, lähmt im Großen wie im Kleinen. In der psychotherapeutischen Praxis begegnet uns diese Dynamik bei vielen Patientinnen und Patienten. Sie kommen mit dem verständlichen Wunsch zu uns, diese quälende Unentschlossenheit doch bitte schnell „wegzumachen“, um im Alltag endlich wieder reibungslos zu funktionieren und absolut fehlerfreie, risikolose Entscheidungen treffen zu können. Doch das Leben verlangt nach Mut zum Ungewissen – es liefert uns niemals alle Variablen im Voraus. Reframing des Symptoms Die Unfähigkeit, sich festzulegen, wird gesellschaftlich und von den Betroffenen selbst oft als Charakterschwäche, mangelnde Entschlossenheit oder als störender Defekt im System missverstanden. Man schimpft sich selbst „unfähig“ oder leidet unter der sogenannten Analysis Paralysis. In der psychotherapeutischen Realität folgt diese Blockade jedoch einer logischen und zutiefst menschlichen Schutzstrategie der Psyche. Sie versucht verzweifelt, uns vor der schmerzhaften Realität zu bewahren, dass jede Entscheidung im Leben unweigerlich ein Verzicht ist. Lähmung als unbewusster Schutzschild vor der Endlichkeit Wer sich für eine Tür entscheidet, muss in demselben Moment „Nein“ zu allen anderen sagen. Das Gedankenkarussell und das endlose Aufschieben sind somit kein Schaden im Gehirn, sondern die lautstarke Warnleuchte Ihres Systems. Sie zeigt an, dass Sie der Illusion erlegen sind, man könne alle Optionen unendlich lange offenhalten, ohne dafür mit der eigenen Lebenskraft zu bezahlen. Wer jedoch alle Türen offenlassen will, verbringt sein gesamtes Leben auf dem zugigen Flur. Die therapeutische Haltung In der Existenzanalyse und Logotherapie arbeiten wir mit der unerschütterlichen und entlastenden Gewissheit, dass der innerste, geistige Kern eines jeden Menschen vollkommen gesund und intakt bleibt. Ihre Fähigkeit, ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen, ist nicht kaputt – sie ist aktuell nur von der Angst vor dem Verpassen blockiert. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten agieren hier nicht als Mechaniker, die Sie rational so umprogrammieren, dass Sie wie ein Computer fehlerfreie Vor- und Nachteilslisten abarbeiten. Freiheit und Bindung, um Sinn zu stiften Wir verstehen uns als verlässliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf Augenhöhe. Freiheit ist für uns nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite heißt Verantwortung. Eine Festlegung ist kein Gefängnis, sondern die absolute Grundvoraussetzung, um überhaupt erst Sinn zu stiften. In der Therapie reparieren wir nichts an Ihnen, sondern wir schaffen den sicheren Raum, um Ihren inneren Wertekompass freizulegen, damit Sie nicht mehr aus Angst fliehen, sondern aus tiefer innerer Stimmigkeit wählen können. Aktivierung und Ausblick Der Ausstieg aus der Entscheidungsangst führt folglich nicht über das passive Erdulden der Lähmung, sondern über die mutige Reaktivierung Ihrer eigenen Selbstwirksamkeit. Sie müssen nicht alle Variablen der Zukunft kennen, um eine „richtige“ Entscheidung zu treffen. Eine Entscheidung wird nicht dadurch gut, dass sie im Vorfeld mathematisch abgesichert ist. Sie wird dadurch gut und richtig, dass Sie sich danach aktiv zu ihr stellen und den gewählten Raum mit Ihrem eigenen Leben, Ihren Werten und Ihrer Tatkraft füllen. Trotzdem Entscheiden Psychotherapie bietet Ihnen auf dieser gemeinsamen Entdeckungsreise das Fundament für einen authentischen Neubeginn. Sie lernen, das unvermeidbare Risiko des Lebens anzunehmen und zu erkennen, dass die einzige wirklich falsche Entscheidung diejenige ist, gar keine zu treffen. Indem Sie mutig durch eine Tür gehen, beenden Sie das Verwalten von Illusionen und beginnen, Ihre reale Existenz kraftvoll und aktiv selbst zu gestalten.

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Entscheiden, Angst, Erwartungen, Freiheit

Therapie als Vorsorge statt Reparatur?

Psychotherapie ist kein Pflaster für „Verrückte“! Hand aufs Herz: Wann waren Sie das letzte Mal zur professionellen Zahnreinigung oder beim Jahresservice für Ihr Auto? Vermutlich lange bevor der Zahn unerträglich schmerzt oder der Motor auf der Autobahn raucht. Im Alltag finden wir es vollkommen logisch, wertvolle Ressourcen regelmäßig zu pflegen und präventiv zu handeln, um größere Schäden von vornherein zu vermeiden. Doch geht es um unsere psychische Gesundheit, legen wir oft einen ganz anderen, fast schon archaischen Maßstab an. Bewusste Psychohygiene Der Satz „Aber ich bin doch nicht verrückt!“ fällt in der Praxis erstaunlich oft, sobald das Thema Psychotherapie im Raum steht. Es ist der tief sitzende Irglaube, man müsse erst am absoluten Abgrund stehen oder eine schwere psychiatrische Diagnose im Gepäck haben, um sich professionelle Unterstützung zu holen. Dahinter verbirgt sich der verständliche Wunsch, im Alltag einfach nur „reibungslos zu funktionieren“ und die unbegründete Angst, dass das Aufsuchen von Hilfe ein Eingeständnis des eigenen Scheiterns sei. Psychohygiene im Alltag Das hartnäckige Klischee, Therapie sei nur etwas für Menschen in einer tiefen, chronischen Erkrankung, blockiert den Zugang zu einer wertvollen Ressource. Symptome wie eine anhaltende innere Unruhe, wiederkehrende Selbstzweifel, chronischer Beziehungsstress oder ein schleichendes Gefühl von Sinnverlust sind keine Anzeichen dafür, dass Sie „verrückt“ werden. Es sind vielmehr hochfunktionale Warnsignale Ihrer Psyche. Seelische Stolpersteine sind keine Defekte Sie zeigen Ihnen, dass die aktuelle Lebensführung nicht mehr stimmig ist oder Ihre persönlichen Grenzen übertreten wurden. Anstatt Psychotherapie als mentale Feuerwehr zu verstehen, die erst gerufen wird, wenn das gesamte Lebenskonstrukt bereits in Asche liegt, sollten wir sie als das sehen, was sie im Kern ist: proaktive Psychohygiene. Es geht um vorausschauende Lebensbewältigung, nicht um das bloße Bekämpfen von Krankheiten. Der unzerstörbare Kern In der Existenzanalyse blicken wir mit einer klaren, entlastenden Haltung auf den Menschen: Der gesunde Kern in Ihnen bleibt immer intakt. Völlig unabhängig davon, wie chaotisch, belastend oder schmerzhaft Ihre aktuelle Lebensphase auch sein mag. Sie sind nicht kaputt. Wenn Sie den roten Faden in Ihrem Leben vorübergehend verlieren oder vor einer scheinbar unlösbaren Entscheidung stehen, benötigt Ihr System keine „Reparatur“. Keine Reparatur, sondern Entfaltung Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten arbeiten daher nicht wie Mechaniker, die ein mangelhaftes Objekt wieder funktionstüchtig schrauben. Wir verstehen uns als professionelle Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf Augenhöhe. Gemeinsam legen wir diesen gesunden, tragfähigen Kern wieder frei, der im Alltagstrubel oder unter alten Mustern verschüttet wurde. Es geht nicht darum, Sie wieder passend für die Erwartungen anderer zu machen, sondern Ihnen den Raum zu schenken, Ihre eigene Stimmigkeit wiederzufinden. Vom Funktionieren zum Gestalten Sich Unterstützung zu suchen, ist folglich kein Eingeständnis von Schwäche, sondern ein Zeichen von hoher emotionaler Intelligenz und moderner Lebenskompetenz. Es ist die bewusste Entscheidung, die eigene Lebensqualität und psychische Belastbarkeit nicht dem Zufall zu überlassen. Ihr persönlicher Vorsprung Auf dieser gemeinsamen Entdeckungsreise geht es darum, verborgene Ressourcen zu mobilisieren, die eigene Selbstwirksamkeit zu stärken und das Steuer des eigenen Lebens wieder fest in die Hand zu nehmen. Psychotherapie ist kein passives Erdulden einer Behandlung, sondern ein aktiver, zutiefst befreiender Wachstumsprozess. Sie lernen, sich selbst wieder ein verlässlicher Partner zu sein, Grenzen rechtzeitig und klar zu setzen und Ihr Leben so zu gestalten, dass es sich für Sie wieder echt, sinnvoll und lebendig anfühlt.

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Erwartungen, Freiheit, Sinn, Therapiebeginn

Männliches Schweigen eine Stärke? – Nein.

Symptome sind Warnleuchten! Das patriarchale Schweigen wird gesellschaftlich oft noch immer mit emotionaler Belastbarkeit verwechselt. Dabei ist das permanente Unterdrücken von Überlastung, Trauer oder Versagensängsten kein Zeichen von Resilienz, sondern ein enormer, kraftzehrender Kraftakt. Symptome wie chronische Erschöpfung, anhaltende Reizbarkeit, Schlafstörungen oder plötzliche Wutausbrüche sind keine technischen Defekte, die es so schnell wie möglich „wegzumachen“ gilt. Schweigen überhitzt das System Sie sind vielmehr hochfunktionale Signale der Psyche. Sie zeigen uns unmissverständlich, dass eine persönliche Grenze überschritten wurde, wichtige Werte verletzt werden oder der innere Tank schlichtweg leer ist. Wer diese Wegweiser durch eiserne Disziplin stummschaltet, löst das Problem nicht – er erhöht lediglich den Druck im Kessel, bis das System kollabiert. Das Gesunde Innere In der Existenzanalyse gehen wir von einer tragenden Gewissheit aus: Der tiefste, gesunde Kern eines jeden Menschen bleibt immer intakt. Egal wie schwer die Krise lastet, wie tief die Erschöpfung sitscht oder wie lange das Schweigen schon andauert. Ihre Essenz ist nicht kaputt. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sind daher keine „Mechaniker“, die an einem mangelhaften Objekt herumschrauben. Den inneren Kompass wiederentdecken Wir verstehen uns als professionelle Wegbegleiter auf Augenhöhe. In der Therapie geht es nicht darum, nach Fehlern zu suchen, um den alten, funktionierenden Zustand krampfhaft wiederherzustellen. Vielmehr legen wir gemeinsam den verschütteten, gesunden Kern wieder frei. Es ist eine gemeinsame Entdeckungsreise, um herauszufinden, was Sie für ein stimmiges, authentisches Leben wirklich brauchen und wie Sie Ihre Werte im Alltag verankern können. Verantwortung übernehmen Der Entschluss, eine therapeutische Praxis zu betreten, ist folglich das exakte Gegenteil von Schwäche oder Kapitulation. Er ist ein Akt höchster Selbstverantwortung und moderner Lebensführung. Echte Stärke zeigt sich nicht im stummen Erdulden bis zum Burnout, sondern im Mut, sich den eigenen Themen offen und aktiv zu stellen. Psychotherapie als aktives Gestalten Psychotherapie bietet den geschützten Raum, um aus der Passivität herauszutreten und neue, tragfähige Lebensstrategien zu entwickeln. Klientinnen und Klienten, die diesen Schritt wagen, erfahren schnell eine tiefe Entlastung: Sich mitzuteilen macht nicht verletzlich, sondern unangreifbar. Es ist der Beginn eines selbstbestimmten Weges, auf dem Sie Ihr Leben nicht mehr nur irgendwie aushalten, sondern wieder kraftvoll und aktiv gestalten.

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Erwartungen, Freiheit, Männer, Therapiebeginn

Die Qual der Wahl zu entscheiden?

Zu Entscheidungen stehen! Wir leben in einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. Was auf den ersten Blick wie eine große Freiheit wirkt, entpuppt sich im Alltag oft als Last. Sei es die Wahl des Berufsweges, Fragen in der Partnerschaft oder scheinbar banale Alltagsentscheidungen. Oft stehen wir vor einer Gabelung, fühlen uns wie gelähmt und wissen nicht, wie wir schwere Entscheidungen treffen sollen. Wir wägen ab, schreiben Pro-und-Contra-Listen und zerbrechen uns den Kopf. Doch kennen Sie das Gefühl, wenn eine Entscheidung rein rational absolut sinnvoll erscheint, sich aber im Magen dennoch wie ein schwerer Stein anfühlt? In der Existenzanalyse und Logotherapie gehen wir davon aus, dass eine „gute“ Entscheidung mehr braucht als nur logische Argumente. Sie braucht unser „inneres Ja“, unsere volle Zustimmung. Schwere Entscheidungen Oft treffen wir Entscheidungen aus einem Pflichtgefühl heraus oder weil wir Erwartungen erfüllen wollen. Wir funktionieren, aber wir leben nicht. Eine Entscheidung, die nur im Kopf getroffen wird, lässt uns oft seltsam unbeteiligt oder innerlich zerrissen zurück. Nicht Kopfsache sondern Stimmigkeit Das Ziel in der therapeutischen Arbeit ist es, zu einer sogenannten existenziellen Entscheidung zu finden. Das bedeutet, dass wir eine Wahl treffen, die „stimmig“ ist. Stimmigkeit entsteht dann, wenn das, was der Verstand als richtig erkennt, mit dem übereinstimmt, was das Herz als wertvoll empfindet. Es ist der Moment, in dem wir spüren „Ja, das bin ich. Das entspricht mir, auch wenn es vielleicht anstrengend wird.“ Das Spüren ernst nehmen Um dieses innere Ja zu finden, müssen wir lernen, wieder auf unsere leiseren Töne zu hören. Viele Menschen haben verlernt, ihre emotionalen Reaktionen als wertvollen Kompass zu nutzen. Dabei meldet sich unser „Gespür“ oft sehr präzise, lange bevor der Verstand Argumente gefunden hat. In meiner Praxis lade ich Sie ein, Entscheidungen probehalber zu durchleben. Wie fühlt es sich körperlich an, wenn Sie sich innerlich für Weg A entscheiden? Wird es weit und leicht, oder eng und schwer? Dieses Spüren ist keine Laune, sondern die Art und Weise, wie sich Ihre Werte bemerkbar machen. Wir versuchen, den Dialog zwischen Ihrem Verstand, der die Fakten prüft, und Ihrem Gefühl, das den Wert prüft, wieder in Gang zu bringen. Der Mut zum Verzicht Jede Entscheidung ist immer auch ein Abschied. Das Wort „entscheiden“ trägt das „Scheiden“ schon in sich. Wenn ich Ja zu einer Sache sage, muss ich Nein zu vielen anderen Möglichkeiten sagen. Dieser Verzicht macht oft Angst. Doch wer versucht, sich alle Türen offen zu halten, bleibt am Ende im Flur stehen und lebt gar nicht. Das Paradoxe dabei ist, dass, sobald wir eine Entscheidung mit innerer Zustimmung treffen, der Verzicht seinen Schrecken verliert . Wir trauern den anderen Optionen nicht mehr hinterher, weil wir spüren, dass der gewählte Weg unser Weg ist. Begleitung zur Klarheit Es ist nicht immer leicht, die eigene Stimme im Lärm der fremden Meinungen und Ängste zu hören. Manchmal sind unsere inneren Antennen durch alte Muster oder Erwartungen verstellt. Als Ihr Begleiter unterstütze ich Sie dabei, diesen Nebel zu lichten. Wir sortieren gemeinsam. Was ist die Angst? Was ist die Vernunft? Und was ist Ihre eigentliche Sehnsucht? Das Ziel ist nicht, dass Sie die „perfekte“ Entscheidung treffen, die alle Risiken ausschließt. Die gibt es ohnehin nicht. Das Ziel ist eine Entscheidung, hinter der Sie sich selbst als Person stellen können. Denn nichts gibt uns mehr Kraft und Ruhe als das Wissen „Ich habe das gewählt, und ich stehe dazu.“.

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Freiheit, Angst, Entscheiden

Trotzdem „Ja“ zum Leben sagen!

Typisch „wienerisch“! Wien ist nicht nur die Stadt der Musik und der Kaffeehäuser, sondern auch der Geburtsort einer der hoffnungsvollsten Strömungen der Psychotherapie, der Logotherapie und Existenzanalyse. Wenn ich als Therapeut in dieser Stadt arbeite, spüre ich oft die Verantwortung und das Privileg, in der Tradition Viktor Frankls zu stehen und Menschen dabei zu begleiten, trotzdem Ja zum Leben sagen zu können. Heute aktueller denn je Sein berühmter Satz „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ ist weit mehr als ein Buchtitel. Er ist eine Haltung, die in den dunkelsten Stunden des 20. Jahrhunderts gereift ist und die uns heute, in einer Zeit der globalen Unsicherheiten und persönlichen Überforderungen, einen festen Boden unter den Füßen geben kann. Es ist die Einladung, das Leben nicht nur dann zu bejahen, wenn die Sonne scheint, sondern gerade dann, wenn es Fragen an uns stellt, die schwer zu beantworten sind. Eine Antwort geben Viktor Frankl hat uns in der Logotherapie eine revolutionäre Umkehrung der Perspektive gelehrt, die das Fundament meiner Arbeit in der Praxis bildet. Wir Menschen neigen dazu, vom Leben zu fordern. Wir wollen Glück, wir wollen Gesundheit, wir wollen Erfolg. Frankl drehte den Spieß um. Nicht wir sind es, die das Leben befragen dürfen, sondern das Leben ist es, das uns täglich und stündlich befragt. Die Fragen des Lebens Unsere Aufgabe ist es, zu antworten, aber nicht mit Worten, sondern mit unserem Handeln und unserer Haltung. Diese Sichtweise verleiht uns eine enorme Würde. Wir sind nicht mehr Opfer der Umstände, sondern Gestalter unserer Antwort. Selbst wenn das Schicksal uns Wege versperrt, bleibt uns immer noch die Wahl, wie wir diesen Weg gehen wollen. Trotzdem „Ja“ sagen Man könnte meinen, eine Philosophie, die vor so vielen Jahrzehnten entstand, passe nicht mehr in unsere digitalisierte, schnelle Welt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wir erleben heute oft ein Phänomen, das Frankl als „existentielles Vakuum“ bezeichnete: Wir haben von allem genug, wovon wir leben können, aber wir wissen oft nicht mehr, wofür wir leben. Der materielle Wohlstand und die unendlichen Möglichkeiten der Selbstoptimierung hinterlassen oft eine innere Leere. Heute so aktuell Die Logotherapie ist hier das Gegenmittel. Er erinnert uns daran, dass der Mensch nicht primär auf Lustgewinn oder Macht aus ist, sondern zutiefst auf Sinn ausgerichtet ist. In einer Zeit, in der viele Orientierung suchen, wirkt der Gedanke, dass jede Situation einen verborgenen Sinn in sich trägt, wie ein Leuchtturm. Trotzmacht ganz praktisch Dieses „Ja zum Leben“ ist kein naiver Optimismus, der das Leid ausblendet. Frankl wusste als Überlebender des Holocaust nur zu gut um die Abgründe des Menschseins. Seine Lehre ist deshalb so tröstlich, weil sie realistisch ist. Sie verlangt uns nicht ab, immer zu lächeln. Sie ermutigt uns vielmehr, unsere „Trotzmacht des Geistes“ zu entdecken. Das bedeutet, sich von Ängsten, Depressionen oder Schicksalsschlägen nicht das letzte Wort sprechen zu lassen. In unseren Gesprächen geht es mir darum, genau diesen unversehrten Kern in Ihnen zu stärken. Wir suchen gemeinsam nach dem „Trotzdem“ in Ihrem Leben. Nach dem Funken, der Sie weitermachen lässt, nach den Werten, die Ihnen heilig sind, und nach der Freiheit, die Ihnen niemand nehmen kann. Dieses Wiener Erbe weiterzutragen und für Ihr ganz persönliches Leben fruchtbar zu machen, ist das Herzstück meiner Arbeit.

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Freiheit, Entscheiden, Sinn

Montagmorgen-Gefühl für immer?

Vom Abarbeiten zurück ins Erleben finden! Kennen Sie diesen Zustand, wenn der Kalender voll ist, aber das eigene Innere seltsam leer bleibt? Für viele Menschen fühlt sich nicht mehr nur der Wochenstart mühsam an, sondern jeder einzelne Tag wird zu einem steilen Berg, den es zu erklimmen gilt. Man wacht auf und der erste Gedanke gilt der To-Do-Liste. Wir funktionieren, wir leisten, wir haken Punkt für Punkt ab. Doch am Ende des Tages, wenn alles erledigt ist, stellt sich keine Zufriedenheit ein, sondern nur eine chronische Erschöpfung und bleierne Müdigkeit. In der Logotherapie betrachten wir diese chronische Erschöpfung oft nicht als reines Energieproblem, sondern als eine Disbalance zwischen Geben und Nehmen. Wir haben verlernt, das Leben auf uns wirken zu lassen, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, es zu bewältigen. Die Falle des ständigen „Abarbeitens“ Unsere moderne Welt applaudiert uns meist für das, was wir leisten. Wir definieren uns über unsere Produktivität. In der Hektik des Alltags rutschen wir dadurch schnell in einen Modus des reinen „Abarbeitens“. Das Leben wird zu einer Abfolge von Aufgaben, die erledigt werden müssen, um Ruhe zu haben. Doch diese Ruhe kommt oft nicht, weil nach der Aufgabe vor der Aufgabe ist. Wenn wir nur noch Ausatmende sind, also Gebende, Schaffende und Leistende, brennen wir aus. Unsere Seele benötigt, genau wie unser Körper beim Atmen, auch das Einatmen. In der Existenzanalyse nennen wir das die Erlebniswerte. Das sind Momente, in denen wir nichts leisten müssen, sondern die Welt in uns aufnehmen dürfen, wie die Schönheit der Natur, die Wärme einer Begegnung oder den Genuss von Kunst und Stille. Kleine Fenster zum Leben öffnen Der Weg aus der chronischen Erschöpfung führt selten über noch mehr Anstrengung oder eiserne Disziplin. Er führt über die behutsame Rückkehr ins Spüren. Es geht darum, wieder Momente zu schaffen, in denen Sie nicht Zweck erfüllend tätig sind, sondern einfach nur da sind. Das klingt in einem stressigen Alltag oft wie eine Utopie, doch es beginnt im Kleinen. Raus aus der chronischen Erschöpfung Es ist der bewusste Entschluss, den Kaffee am Morgen nicht nebenbei hinunterzustürzen, während man E-Mails checkt, sondern ihn für zwei Minuten wirklich zu schmecken. Es ist der Blick in den Himmel auf dem Weg zur Arbeit, bei dem man kurz innehält, statt auf das Smartphone zu starren. Diese kleinen „Fenster zum Leben“ unterbrechen den Modus des Abarbeitens. Sie signalisieren Ihrer Psyche „Ich bin nicht nur eine Arbeitsmaschine, ich bin ein erlebender Mensch“. Der Mut zur zweckfreien Zeit In meiner Praxis lade ich Sie ein, diese Fähigkeit zum Erleben wiederzuentdecken. Oft ist unser „Genuss-Muskel“ verkümmert, und wir fühlen uns schuldig, wenn wir nichts „Nützliches“ tun. Doch genau diese zweckfreie Zeit ist es, die uns nährt. Erarbeiten wir gemeinsam Strategien, wie Sie trotz der hohen Anforderungen kleine Inseln des Erlebens in Ihren Tag integrieren können. Suchen wir nach dem, was Sie berührt und was Ihnen Kraft gibt, ohne dass es ein Ergebnis liefern muss. Wenn wir lernen, die Welt wieder auf uns wirken zu lassen, statt sie nur zu bearbeiten, wandelt sich die graue Erschöpfung Schritt für Schritt wieder in ein buntes, spürbares Leben. Sie dürfen sich erlauben, Empfangender zu sein. Das ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für Ihre seelische Gesundheit.  

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Erschöpfung, Burnout, Freiheit

Sicherheit oder Freiheit?

Kontrolle loslassen! Wir Menschen sind Meister im Absichern. Wir schließen Versicherungen ab, planen unsere Karrieren Jahre im Voraus und versuchen, Risiken so weit wie möglich zu minimieren. Dieses Streben nach Sicherheit ist verständlich und zutiefst menschlich. Es gibt uns ein Gefühl von Halt in einer oft unübersichtlichen Welt. Doch in meiner Praxis erlebe ich oft, dass dieses Sicherheitsbedürfnis zu einem goldenen Käfig werden kann. Besonders dann, wenn die Furcht vor der Angst beginnt, das Handeln zu regieren. Wenn der Wunsch nach Kontrolle übermächtig wird, ersticken wir langsam unsere eigene Lebendigkeit. In der Existenzanalyse stehen wir vor einer paradoxen Wahrheit. Wer versucht, das Leben vollkommen sicher zu machen, verliert dabei oft das eigentliche Leben, denn Leben bedeutet immer auch Risiko, Veränderung und Unvorhersehbarkeit. Die Illusion Wir leben in einer Kultur, die uns suggeriert, alles sei machbar und kontrollierbar, wenn wir uns nur genug anstrengen. Doch das ist eine Illusion der Kontrolle. Weder unsere Gesundheit, noch unsere Beziehungen oder unsere berufliche Zukunft lassen sich vollständig in Excel-Tabellen pressen. Der Versuch, absolute Kontrolle zu erlangen, kostet uns nicht nur unendlich viel Kraft, er engt auch unseren Blick ein. Es ist machbar Wir starren so gebannt auf mögliche Gefahren, dass wir die Chancen am Wegesrand übersehen. Wer sich gegen das Unvorhergesehene abschottet, sperrt auch das Schöne aus: die spontane Begegnung, die überraschende Wendung, das Neue, das nur durch die „Lücke“ im Plan zu uns kommen kann. Mut zur Lücke… Der Gegenpol zur starren Kontrolle ist nicht Leichtsinn, sondern Vertrauen. Es ist der „Mut zur Lücke“. Der Mut, nicht alles wissen und regeln zu müssen. In der therapeutischen Arbeit geht es oft darum, dieses Urvertrauen wiederzuentdecken. Es bedeutet, die innere Haltung zu entwickeln „Ich weiß nicht, was auf mich zukommt, aber ich traue mir zu, damit umzugehen, wenn es da ist.“ … und zum Vertrauen Anstatt Energie darauf zu verwenden, die Wellen des Lebens glätten zu wollen, lernen wir lieber, das Surfen zu üben. Diese Haltung schenkt uns eine enorme innere Freiheit. Wir müssen nicht mehr der Wachmann unseres eigenen Lebens sein, sondern dürfen wieder zum Entdecker werden. Sicherheit finden… Wenn wir die Sicherheit im Außen durch Kontrolle und Garantien ein Stück weit loslassen, müssen wir sie woanders finden, idealerweise in uns selbst. Das ist der Kern der logotherapeutischen Arbeit. … in sich selbst Wir stärken Ihre inneren Ressourcen, Ihre Werte und Ihre „Trotzmacht“, damit Sie sich selbst genug Halt geben können, auch wenn das Leben um Sie herum wackelt. Kontrolle loslassen Wahre Sicherheit entsteht nicht durch die Abwesenheit von Gefahr, sondern durch das Wissen um die eigene Widerstandskraft und die Bindung an das, was Ihnen wertvoll ist. Wir üben gemeinsam, das Ungewisse nicht als Bedrohung, sondern als offenen Raum für Gestaltung zu betrachten. Es ist eine Einladung, die Zügel etwas lockerer zu lassen und zu spüren, wie das Leben wieder zu atmen beginnt.

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Vertrauen, Angst, Freiheit

 Die innere Leere füllen – oder einfach „Leben“?

Mehr als nur Funktionieren! Kennen Sie das Gefühl, dass Ihr Alltag wie ein gut geöltes Uhrwerk abläuft? Sie stehen auf, erledigen Ihre Pflichten, sind im Job verlässlich und kümmern sich um Ihre Familie. Von außen betrachtet scheint alles perfekt, doch wenn es abends ruhig wird, spüren Sie eine seltsame Hohlheit, eine innere Leere. Die innere Leere mit Sinn füllen Es ist, als ob man ein Drehbuch abspielt, das man nicht selbst geschrieben hat. In der Logotherapie nennen wir diesen Zustand das „existenzielle Vakuum“. Es ist der schmerzhafte Unterschied zwischen dem bloßen Funktionieren, dem reibungslosen Abarbeiten von Notwendigkeiten und dem wirklichen Leben, das uns innerlich berührt und erfüllt. Die Sehnsucht nach dem „Wofür“ Wir leben in einer Zeit, die uns technisch und materiell viele Möglichkeiten bietet, uns aber oft die Antwort auf die wichtigste Frage schuldig bleibt. Wofür tue ich das alles? Wenn wir nur funktionieren, reagieren wir lediglich auf den Druck und die Erwartungen von außen. Wir werden „getrieben“. Echtes Leben beginnt jedoch dort, wo wir wieder spüren, dass unser Handeln auf einen Wert ausgerichtet ist. Die innere Leere, die viele Menschen als dumpfen Druck oder Unruhe wahrnehmen, ist dabei kein Zeichen von Krankheit, sondern ein gesundes Aufbegehren des Geistes. Es ist der Ruf nach Sinn, der gehört werden möchte. Wir versuchen oft, diese Leere mit Konsum, Unterhaltung oder noch mehr Arbeit zu füllen, doch der Hunger nach Sinn lässt sich damit nicht stillen. Der Wandel der Blickrichtung Um vom Funktionieren zurück ins Leben zu finden, braucht es oft nur eine kleine, aber entscheidende Änderung der Blickrichtung. In meiner Praxis lade ich Sie ein, die Frage umzudrehen. Statt zu fragen „Was habe ich vom Leben zu erwarten?“, dürfen wir uns fragen „Was erwartet das Leben heute von mir?“ Das muss nichts Großes oder Weltbewegendes sein. Oft liegt der Sinn im Kleinen verborgen, beispielsweise in einem aufmerksamen Gespräch, in der Fürsorge für eine Pflanze, im Genuss eines Augenblicks oder im tapferen Ertragen einer schwierigen Situation. Wenn wir uns fragen „Wofür lohnt es sich heute aufzustehen?“, aktivieren wir unsere innerste Motivation. Wir beginnen wieder zu agieren, statt nur zu reagieren. Den eigenen Rhythmus wiederfinden Der Weg aus dem bloßen Funktionieren ist ein Prozess der Wiederentdeckung. Wir legen gemeinsam die Verschüttungen frei, die den Zugang zu Ihrem gesunden Kern blockieren. Es geht darum, wieder hellhörig zu werden für das, was Sie als stimmig und wertvoll empfinden. In einer Atmosphäre der Ruhe und Wertschätzung schauen wir uns an, wo Sie sich selbst abhandengekommen sind und wo Sie wieder „Ja“ zu Ihrem eigenen Leben sagen können. Unser Ziel ist nicht, dass Sie noch besser funktionieren, sondern dass Sie wieder Spuren hinterlassen, die für Sie Bedeutung haben. Denn ein Leben, das als sinnvoll empfunden wird, kennt keine Leere. Es ist voll von Aufgaben, die nur darauf warten, von Ihnen ergriffen zu werden.

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Sinn, Entscheiden, Erschöpfung, Freiheit

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Praxis für Psychotherapie in Wien 1010 – zentral erreichbar im ersten Bezirk

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