Eine Psychotherapie ist ein Schritt, der oft viele Fragen aufwirft, organisatorischer wie auch persönlicher Art. Damit wir uns in unseren Sitzungen ganz auf Sie und Ihre Themen konzentrieren können, beantworte ich Ihnen hier häufige Fragen zur Psychotherapie in Wien mit mir. Sie finden Information zu den Kosten und zur Rückerstattung durch die Krankenkasse, sowie zum Ablauf einer Therapie. Sollte Ihre Frage hier nicht behandelt sein, klären wir diese gerne persönlich im Erstgespräch.
Bitte beachten Sie, dass ich meine Praxis derzeit als reine Privatpraxis führe. Das bedeutet, dass eine Abrechnung über die e-card oder eine nachträgliche, auch teilweise Kostenerstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen aktuell leider nicht möglich ist.
Manche privaten Zusatzversicherungen übernehmen einen Teil oder die gesamten Kosten dennoch. Bitte klären Sie dies vorab mit Ihrer Versicherung.
Eine Einzeleinheit dauert 50 Minuten.
Für unser Erstgespräch benötigen Sie keine Überweisung. Sie können einfach einen Termin mit mir vereinbaren.
Ich empfehle Ihnen jedoch spätestens vor unserer zweiten Sitzung eine ärztliche Beratung einzuholen. Diese dient lediglich dazu, körperliche Ursachen für Ihre Beschwerden auszuschließen. Gerne sprechen wir in unserem Erstgespräch darüber.
Sie erhalten von mir nach jeder Therapieeinheit eine Honorarnote. Diese können Sie unserer getroffenen Vereinbarung entsprechend sofort in bar oder durch Banküberweisung begleichen.
Das Erstgespräch ist jedenfalls in bar zu bezahlen.
Das Erstgespräch wird zum gleichen Satz wie eine „normale“ Therapieeinheit verrechnet.
Wir arbeiten auch hier bereits inhaltlich und klären die weitere Vorgehensweise in unserer therapeutischen Zusammenarbeit.
Ermäßigte Sozialtarife biete ich nach Verfügbarkeit an. Bitte sprechen Sie mich darauf an, falls Ihre finanzielle Situation schwierig ist.
Ja.
Als Psychotherapeut unterliege ich gemäß § 45 Psychotherapiegesetz 2024 einer strengen, gesetzlich geregelten Verschwiegenheitspflicht. Das ist das Fundament unserer Arbeit.
Alles, was Sie mir anvertrauen, und auch die Tatsache, dass Sie überhaupt zu mir kommen, bleibt strikt vertraulich. Es wird keinerlei Information irgendwelcher Art an Arbeitgeber, Behörden oder Angehörige ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung weitergegeben.
Das Erstgespräch ist eine persönliche, wertschätzende und sichere Begegnung. Es dient dazu, dass wir uns kennenlernen und Sie mir Ihr Anliegen schildern können.
In der Logotherapie ist die Beziehung zwischen Ihnen und mir als Ihr Therapeut essenziell. Sie sollen nach diesem Gespräch ein Gefühl dafür haben, ob Sie sich in meiner Praxis sicher und verstanden fühlen.
Wir klären zudem die Rahmenbedingungen und ich gebe Ihnen eine erste Einschätzung, wie wir gemeinsam an Ihren Themen arbeiten können.
Sie müssen sich nicht sofort entscheiden, ob Sie ein Stück Ihres Weges gemeinsam mit mir gehen möchten, sondern können unser Gespräch erst einmal in Ruhe reflektieren.
Psychotherapie ist ein Prozess, der Regelmäßigkeit braucht, um zu wirken. Üblicherweise finden unsere Therapiebegegnungen einmal wöchentlich statt. Dies gibt uns genügend Zeit, Themen zu vertiefen, und Ihnen genügend Raum, das Besprochene im Alltag wirken zu lassen.
Zu Beginn hat sich dieser wöchentliche Rhythmus bewährt, um den Prozess in Gang zu bringen und eine stabile Beziehung aufzubauen. Im weiteren Verlauf können wir die Abstände flexibel an Ihre Bedürfnisse und Fortschritte anpassen.
Ich halte mir die vereinbarte Zeit in der Praxis exklusiv für Sie frei. Deshalb bitte ich Sie, Termine mindestens 48 Werktagstunden vorher abzusagen. Das gibt mir die Möglichkeit, den Termin an andere Klienten zu vergeben.
Bitte haben Sie Verständnis, dass ich bei kurzfristigeren Absagen oder Nichterscheinen das Honorar in voller Höhe in Rechnung stellen muss, da die Stunde nicht mehr neu vergeben werden kann.
Vor oder spätestens nach unserer ersten Therapieienheit benötigen Sie eine Bestätigung von Ihrem Hausarzt, das sogenannte „ärztliche Konsil“.
Das klingt bürokratisch, dient aber Ihrer Sicherheit. Diese einfache, körperliche Untersuchung stellt sicher, dass hinter Ihren seelischen Beschwerden keine unbehandelten körperlichen Ursachen liegen. Das Formular dafür bekommen Sie von mir. Sie müssen es nur zum Arzt mitnehmen.
Das ist so individuell wie Ihr Anliegen. Manchmal genügen wenige Therapiebegegnungen, um eine akute Krise zu bewältigen oder eine Entscheidung zu treffen (Kurzzeittherapie). Tieferliegende Muster oder langjährige Belastungen brauchen oft mehr Zeit und Geduld.
In der Logotherapie arbeiten wir jedoch nicht „endlos“, sondern immer mit dem Ziel, Ihre Eigenständigkeit zu stärken. Wir überprüfen daher in regelmäßigen Abständen gemeinsam, ob wir noch auf dem richtigen Kurs sind oder ob Sie bereit sind, Ihren Weg wieder alleine weiterzugehen.
Ja.
Das persönliche Gespräch in meiner Praxis ist jedenfalls die intensivste Form unserer Begegnung. Manchmal lassen es die Lebensumstände jedoch nicht anders zu, als auf Online-Therapie auszuweichen. Daher biete ich auch Therapiebegegnungen über sicheren Videoanruf an.
Die Erfahrung zeigt, dass auch über diesen Kanal eine tragfähige Beziehung und tiefgehende Arbeit möglich sind. Wir können dies gerne individuell vereinbaren, sei es als dauerhafte Lösung oder als Überbrückung, wenn Sie beispielsweise auf Reisen sind oder krankheitsbedingt das Haus nicht verlassen können.
Bitte beachten Sie, dass ich nur in absoluten Ausnahmefällen auf reinen Telefonkontakt ohne aktive Bildverbindung ausweiche.
Viele Menschen verbinden Psychotherapie vor allem mit der Analyse der Vergangenheit. Die Logotherapie blickt zwar auch dorthin, wo wir herkommen, richtet den Fokus aber stark nach vorne, in die Gegenwart und Zukunft.
Wir gehen davon aus, dass der Mensch primär nach Sinn sucht. In unseren Begegnungen arbeiten wir deshalb weniger an „Defiziten“, sondern suchen nach Ihren Ressourcen und persönlichen Werten.
Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Sie trotz schwieriger Umstände oder Leidenszustände wieder Gestaltungsspielraum in Ihrem Leben entdecken und eine für Sie sinnvolle Richtung einschlagen können.
Das Gespräch ist unser wichtigstes Werkzeug, aber die Logotherapie ist sehr handlungsorientiert und bedient sich eines breiten „Methodenkoffers“.
Der Sinn Ihres ganz persönlichen Lebens lässt sich nicht erdenken, Sie müssen ihn konkret leben. Wir nutzen unsere Begegnungen daher nicht nur zur Analyse, sondern vor allem dazu, konkrete Schritte für Ihren Alltag zu erarbeiten.
Es geht darum, Ihre Erkenntnisse aus unseren therapeutischen Begegnungen nach „draußen“ in Ihr Leben zu bringen. Sie sollen Ihre Erkenntnisse konkret umsetzen, um spürbare Veränderungen in Ihrem Handeln und Erleben zu bewirken.
Nein.
Die Logotherapie ist eine weltanschaulich offene und wissenschaftlich anerkannte Psychotherapiemethode.
Wenn wir in der Logotherapie vom „Geistigen“ sprechen, meinen wir damit nicht Religiosität, sondern das spezifisch Menschliche in uns, also Ihren freien Willen, Ihre Verantwortung und Ihre Fähigkeit, sich über sich selbst hinaus zu entwickeln.
Ob Sie religiös sind, atheistisch oder spirituell, spielt für die wissenschaftlich mehrfach bewiesene Wirksamkeit meiner Methode keine Rolle. Wir arbeiten immer auf dem Boden Ihrer persönlichen Wertevorstellungen.
Nein. Die Verschreibung von Psychopharmaka fällt gesetzlich in den alleinigen Aufgabenbereich von Fachärztinnen und Fachärzten für Psychiatrie. Als Psychotherapeut arbeite ich mit dem gesprochenen Wort, ausgewählten Methoden und der therapeutischen Beziehung.
Sollte sich zu Beginn oder im Laufe unserer Zusammenarbeit herausstellen, dass eine medikamentöse Unterstützung für Sie hilfreich oder notwendig wäre, besprechen wir das offen. Ich arbeite hierbei gerne vernetzt mit Fachärztinnen und Fachärzten zusammen, um Sie bestmöglich zu begleiten.
„in Ausbildung“ bedeutet, dass ich mich im letzten Abschnitt meiner mehr als 5-jährigen psychotherapeutischen Ausbildung befinde und eine staatlich regulierte Prüfung abgelegt habe, die mich berechtigt, eigenverantwortlich zu behandeln.
Das Wort „Supervision“ ist dabei ein Qualitätsvorteil für Sie. Es bedeutet, dass ich meine Arbeit regelmäßig und anonymisiert mit sehr erfahrenen Lehrtherapeuten bespreche. Sie profitieren also gewissermaßen vom „Vier-Augen-Prinzip“. Sie erhalten meine frische, aktuelle Fachexpertise, gepaart mit dem Erfahrungsschatz meiner Supervisoren. Das garantiert ein besonders hohes Maß an Sorgfalt und Reflexion in unserer Arbeit.
Dies ist eine der häufigsten Sorgen, die Klientinnen und Klienten haben. Oft vergleichen wir unser Leid mit dem anderer und werten unsere eigenen Gefühle ab. In der Psychotherapie gibt es jedoch kein objektives Maß für Leid, das erst erfüllt sein muss.
Wenn Sie Leidensdruck verspüren, sich in Ihrer Lebensqualität eingeschränkt fühlen oder einfach den Wunsch nach Veränderung und Reflexion haben, dann ist mein Raum ideal für Sie da. Sie müssen keine schwere Diagnose haben, um sich Unterstützung zu holen. Oft ist präventive Arbeit sogar der bessere Weg, um spätere Krisen zu vermeiden.
Gelingende Therapie basiert maßgeblich auf einer vertrauensvollen Beziehung. Es ist völlig normal, dass man nicht mit jedem Menschen gleich gut harmoniert. Sollten Sie im Erstgespräch oder in den ersten Stunden bemerken, dass Sie sich nicht wohlfühlen, lade ich Sie ein, dies offen anzusprechen.
Das ist kein Affront, sondern ein wichtiger Schritt der Selbstfürsorge. Ich nehme Ihnen das nicht übel. Ich unterstütze Sie dann gerne dabei, eine Kollegin oder einen Kollegen zu finden, die/der vielleicht besser zu Ihnen passt.
Sie dürfen genau so kommen, wie Sie sind. Es gibt keine Hausaufgaben, die Sie erledigen müssen, und Sie müssen auch kein „Programm“ abliefern. Manchmal wissen Sie ganz genau, was Sie besprechen wollen und an anderen Tagen fühlen Sie sich leer oder sprachlos. Beides hat seinen Platz.
In der Logotherapie entstehen die wichtigen Themen oft gerade im Moment der Begegnung. Es ist meine Aufgabe, Sie dort abzuholen, wo Sie gerade stehen und gemeinsam den Faden aufzunehmen.
Zu unserem Erstgespräch können Sie sich gerne von einer Vertrauensperson begleiten lassen. Diese kann während unseres Gesprächs im Warteraum Platz nehmen. Grundsätzlich ist die Einzeltherapie selbst ein geschützter Raum, der exklusiv Ihnen allein gehört.
Es kann jedoch im therapeutischen Prozess Situationen geben, in denen es sinnvoll und klärend wirkt, eine vertraute Bezugsperson zu einer Begegnung einzuladen. Dies geschieht aber niemals überraschend, sondern wir besprechen dies immer gemeinsam vorab. Auch wird diese „Einladung“ nur dann umgesetzt, wenn es Ihrem persönlichen Prozess dient und Sie sich damit wohlfühlen.
Nein.
Als Psychotherapeut unterliege ich gemäß § 45 des Psychotherapiegesetzes 2024 einer strengen, gesetzlich verankerten Verschwiegenheitspflicht. Diese ist noch strikter als die ärztliche Schweigepflicht.
Alles, was Sie mir anvertrauen, bleibt absolut geschützt und streng vertraulich. Auskünfte an Dritte, seien es Familie, Angehörige, Arbeitgeber oder Behörden, darf ich nur geben, wenn Sie mich ausdrücklich und schriftlich von der Schweigepflicht entbinden.
Ihre Privatsphäre ist mir maximal wichtig. Neben der inhaltlichen Verschwiegenheit gibt es auch klare gesetzliche Regelungen zu Dokumentation und Aufbewahrungsfristen. Ich bin verpflichtet, Aufzeichnungen über den Verlauf der Therapie zu führen. Diese Akten werden den gesetzlichen Fristen (meist 7-10 Jahre) entsprechend von mir sicher verwahrt und sind für Dritte nicht zugänglich.
Meine Praxis ist keine rund um die Uhr besetzte Notfallambulanz! Deshalb kann ich in akuten Krisensituationen, z. B. bei akuter Selbstgefährdung nicht immer sofort reagieren.
Bitte wenden Sie sich an den Sozialpsychiatrischen Notdienst Wien (Tel. 01 31330) oder wählen Sie den Notruf (Tel. 144).
Diese sind Tag und Nacht erreichbar.
Wir besprechen zu Beginn Ihrer Therapie gerne einen persönlichen Notfallplan, damit Sie wissen, wo Sie im Ernstfall sofortige Sicherheit finden.
Das Ende Ihrer Therapie ist genauso wichtig wie der Anfang. Wir hören nicht einfach plötzlich auf, sondern gestalten den Abschied bewusst.
Wenn Sie oder wir gemeinsam das Gefühl haben, dass Sie Ihre Ziele erreicht haben und sich stabil genug fühlen, leiten wir die Abschlussphase ein. Wir blicken auf das Erreichte zurück und festigen Ihre Werkzeuge für die Zukunft.
Das Ziel der Logotherapie ist immer Ihre Eigenständigkeit. Der schönste Erfolg für mich ist, wenn Sie mich nicht mehr brauchen.
Meine Praxis in Wien 1010, Innere Stadt, ist ein geschützter Raum für Ihre Gedanken und Gefühle. Mir liegt Diskretion und der Schutz Ihrer Privatsphäre besonders am Herzen. Deshalb bitte ich Sie für Terminanfragen und Nachrichten den gesicherten Bereich meiner Kontaktseite zu nutzen. Dort finden Sie auch eine genaue Anfahrtsbeschreibung, damit Sie gut und stressfrei bei mir ankommen.
tHeranaut.at – Praxis für Psychotherapie in Wien 1010 – Zentral erreichbar im ersten Bezirk.